Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 9:18 Robert Schneider

Hallo, ihr da drauen,

was haltet ihr eigentlich vom Variant? Ntzlich oder schdlich?

Manchmal wnschte ich mir, man knnte diesen Datentyp abschalten. Denn ich
glaube, dass er eher Probleme schafft, als dass er viele Vorteile bringt.
Kann es sein, dass er vielleicht auch eher fr Programmieranfnger gedacht
ist (vielleicht hat daher VB6 sogar den Ruf einer
Einsteigerprogrammiersprache?). Der Variant ist doch praktisch die Auflsung
der Typensicherheit, oder? Dabei lsst sich ja die Verwendung gar nicht
verhindern, wegen den eventuellen impliziten Typumwandlungen. Da kann
vielleicht schon was schiefgehen, wenn das Bewusstsein ber diese imp.
Umwandlungen nicht vorhanden ist. Und ich habe hier Kollegen die
programmieren, und die eine Integer-Addition direkt einem String zuweisen
(strTemp = 1 + 1). Sind halt keine ausgebildeten Programmierer, sondern
haben sich VB6 einfach so angeeignet. Ist auch okay, aber ich wollte denen
jetzt doch mal zeigen, dass man so nicht programmieren sollte. Und da wre
es praktisch, wenn man Variants abschalten knnte. Naja, das halt mal nur
als Hintergrund.

Was denkt ihr den ber den Variant? Gebt doch mal ein paar Kommentare von
euch.

Gru,
Robert



--
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06-15-2005, 9:35 Harald M. Genauck

Hallo Robert,

> Manchmal wnschte ich mir, man knnte diesen Datentyp abschalten. Denn
> ich glaube, dass er eher Probleme schafft, als dass er viele Vorteile
> bringt. Kann es sein, dass er vielleicht auch eher fr
> Programmieranfnger gedacht ist (vielleicht hat daher VB6 sogar den Ruf
> einer Einsteigerprogrammiersprache?). Der Variant ist doch praktisch die
> Auflsung der Typensicherheit, oder? Dabei lsst sich ja die Verwendung
> gar nicht verhindern, wegen den eventuellen impliziten Typumwandlungen.
> Da kann vielleicht schon was schiefgehen, wenn das Bewusstsein ber diese
> imp. Umwandlungen nicht vorhanden ist. Und ich habe hier Kollegen die
> programmieren, und die eine Integer-Addition direkt einem String zuweisen
> (strTemp = 1 + 1). Sind halt keine ausgebildeten Programmierer, sondern
> haben sich VB6 einfach so angeeignet. Ist auch okay, aber ich wollte
> denen jetzt doch mal zeigen, dass man so nicht programmieren sollte. Und
> da wre es praktisch, wenn man Variants abschalten knnte. Naja, das halt
> mal nur als Hintergrund.
>
> Was denkt ihr den ber den Variant? Gebt doch mal ein paar Kommentare von
> euch.

Ist ein Hammer gut oder bse? Schlielich kann man mit ihm auch Schrauben
versenken, oder noch schlimmere Dinge anstellen. Und trotzdem kann ich mir
einen standardmig ausgestatteten Werkzeugkasten ohne Hammer nicht
vorstellen.

Manchmal braucht man einfach Variants - etwa allein schon deswegen, um den
Decimal-Datentyp verwenden zu knnen.

Und salopp gesagt: Sollten Deine lieben Kollegen die notwendige Disziplin
noch nicht mal im Umgang mit Datentypen gebacken kriegen, werden sie es
sowieso nicht sehr weit mit der Programmierei bringen...
;-)


Viele Gre

Harald M. Genauck

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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 10:24 Robert Schneider

Hi Harald,

zu dem da:

> Und salopp gesagt: Sollten Deine lieben Kollegen die notwendige Disziplin
> noch nicht mal im Umgang mit Datentypen gebacken kriegen, werden sie es
> sowieso nicht sehr weit mit der Programmierei bringen...
> ;-)

Nicht das darber jetzt diskutiert werden soll, aber es ist halt nicht jeder
ein ausgebildeter Programmierer. Die machen das nur am Rande. Bei mir ist es
z.B. auch so, dass ich mit Outlook meine Emails schreibe (zwangsweise
wohlgemerkt), aber das sind wahrscheinlich nur 10% von dem, was Outlook
kann. Trotzdem verwende ich es, wobei meine Handhabung mit dem Programm
bestimmt besser sein knnte. Jeder hat halt so sein Wissen in verschiedenen
Dingen. Und meine Kollegen behaupten auch gar nicht, sie wre
Programmierprofis. Aber sie mssen trotzdem rann. Bisher hat es wohl
gereicht... wobei ich da selber oft schmunzeln muss: z.B, Arrays einfach mal
mit ein, zwei Elementen mehr versehen, damit keine Fehler auftreten...

Gru,
Robert


 

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06-15-2005, 11:06 Harald M. Genauck

Hallo Robert,

> zu dem da:

>> Und salopp gesagt: Sollten Deine lieben Kollegen die notwendige
>> Disziplin noch nicht mal im Umgang mit Datentypen gebacken kriegen,
>> werden sie es sowieso nicht sehr weit mit der Programmierei bringen...
>> ;-)

> Nicht das darber jetzt diskutiert werden soll, aber es ist halt nicht
> jeder ein ausgebildeter Programmierer. Die machen das nur am Rande. Bei
> mir ist es z.B. auch so, dass ich mit Outlook meine Emails schreibe
> (zwangsweise wohlgemerkt), aber das sind wahrscheinlich nur 10% von dem,
> was Outlook kann. Trotzdem verwende ich es, wobei meine Handhabung mit
> dem Programm bestimmt besser sein knnte. Jeder hat halt so sein Wissen
> in verschiedenen Dingen. Und meine Kollegen behaupten auch gar nicht, sie
> wre Programmierprofis. Aber sie mssen trotzdem rann. Bisher hat es wohl
> gereicht... wobei ich da selber oft schmunzeln muss: z.B, Arrays einfach
> mal mit ein, zwei Elementen mehr versehen, damit keine Fehler
> auftreten...

Wenn das, was sie knnen (wollen/sollen) fr das ausreicht, was sie
schreiben wollen/sollen, dann ist's ja auch gut. Wollte halt nur gesagt
haben, dass es eben so ist, dass man das oberen Ende der Fahnenstange, vor
allem das ausfahrbare, nur mit 'ner guten Portion Disziplin in Angriff
nehmen kann...
;-)

Viele Gre

Harald M. Genauck

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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 3:55 Thorsten Albers

Robert Schneider schrieb im Beitrag
...
> Nicht das darber jetzt diskutiert werden soll, aber es ist halt nicht
jeder
> ein ausgebildeter Programmierer. Die machen das nur am Rande.

Dieses Argument hrt man immer wieder - es ist aber vllig unsinnig.
Auch fr jemanden, der nur selten Auto fhrt, gelten alle Regeln des
Straenverkehrs. Was ihn dann vielleicht vom 'professionellen' Fahrer
unterscheiden kann und darf, ist die Lnge der Strecke, die er fhrt,
und/oder die Geschwindigkeit, mit der er fhrt.

Der richtige Umgang mit den Datentypen von VB ist genauso grundstzlich wie
die richtige Befehlssyntax. Wer Schwierigkeiten damit hat, die Datentypen
richtig zu verwenden, hat in der Programmiererei nichts verloren, egal, ob
er professioneller oder Hobby-Programmierer ist.
Auerdem ist das mit den Datentypen ja nun wirklich auch nicht so eine
schreckliche geistige Anforderung, oder?

--
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THORSTEN ALBERS Universitt Freiburg
albers@
uni-freiburg.de
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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 9:53 Dieter Strassner

Hallo Robert,

> Was denkt ihr den ber den Variant? Gebt doch mal ein paar Kommentare von
> euch.

wir handhaben es so, das wir Variants nur verwenden, wenn es unbedingt sein
mu. Ansonsten definieren wir den jeweiligen Typ, damit ist uns auch klar
was in der Variable drin steht. Zudem ist die Verwendung von Variants eher
langsamer als die typgerechte Variablendefinition.

Im praktischen Leben nehm ich auch lieber eine Schssel fr meinen Salat als
einen Eimer. Auch wenn der Eimer gengend sauber wre und der Salat dort
auch locker rein passt ;-)

--

Viele Gre

Dieter


Rckfragen bitte nur in die Newsgroup!

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68623 Lampertheim
Internet: www.strassner.biz


 

=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 13:58 gssg_nospam

Hallo Dieter,

> Im praktischen Leben nehm ich auch lieber eine Schssel fr meinen Salat
als
> einen Eimer. Auch wenn der Eimer gengend sauber wre und der Salat dort
> auch locker rein passt ;-)

Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Geschcker sind.
Ich bin geradezu ein Salat-Fan (knnte glatt als Kuh arbeiten) und deshalb
wre mit in diesem Fall der Eimer lieber.

Gru aus St.Georgen
Peter Gtz
www.gssg.de (mit VB-Tips u. Beispielprogrammen)

 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 14:54 Robert Schneider

Oder gleich die Sple nehmen. Salat wird ja schon darin gewaschen. Wieso
also zur Schssel oder zum Eimer casten?



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"Peter Gtz" schrieb im Newsbeitrag
news:uvMkwKacFHA.2420@TK2MSFTNGP15.phx.gbl...
> Hallo Dieter,
>
>> Im praktischen Leben nehm ich auch lieber eine Schssel fr meinen Salat
> als
>> einen Eimer. Auch wenn der Eimer gengend sauber wre und der Salat dort
>> auch locker rein passt ;-)
>
> Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Geschcker sind.
> Ich bin geradezu ein Salat-Fan (knnte glatt als Kuh arbeiten) und deshalb
> wre mit in diesem Fall der Eimer lieber.
>
> Gru aus St.Georgen
> Peter Gtz
> www.gssg.de (mit VB-Tips u. Beispielprogrammen)
>


 

=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 16:32 gssg_nospam

Hallo Robert,

> Oder gleich die Sple nehmen. Salat wird ja schon darin gewaschen. Wieso
> also zur Schssel oder zum Eimer casten?

Na gut, dann nehmen wir gleich den Garten, da wchst der Salat nmlich bei
mir.

Gru aus St.Georgen
Peter Gtz
www.gssg.de (mit VB-Tips u. Beispielprogrammen)

 

=?iso-8859-1?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 17:27 Harald M. Genauck

Hallo Robert,

> Oder gleich die Sple nehmen. Salat wird ja schon darin gewaschen. Wieso
> also zur Schssel oder zum Eimer casten?

Bist'n Stadtmensch, wie? ;-)

Warum berhaupt erst diese mehrschichtige Anwendung (sowas ist doch nur fr
Programmierprofis) mit Ernte-Schicht, Transport-Layer und Supermarkt-Store?
Warum nicht gleich auf'm Acker mampfen?
;-)))

Viele Gre

Harald M. Genauck

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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 18:13 Dieter Strassner

Harald,

> Warum berhaupt erst diese mehrschichtige Anwendung (sowas ist doch nur
> fr Programmierprofis) mit Ernte-Schicht, Transport-Layer und
> Supermarkt-Store? Warum nicht gleich auf'm Acker mampfen?
> ;-)))

..... das hat was mit Mobilitt zu tun. Mittels den Schichten kannst Du den
Salat wenigtens in die Umgebung bringen und essen wo er Dir auch schmeckt.
Und wenn Du dann noch die passenden "Transportmittel" benutzt, ersparst Du
dir das unntige schleppen schwerer Eimer o..
Aber Tischkultur lt sich nicht eins zu eins mit "Programmierkultur"
bersetzen (wenn es sowas berhaupt gibt).

;-))

--

Viele Gre

Dieter


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06-15-2005, 18:28 Harald M. Genauck

Hallo Dieter,

>> Warum berhaupt erst diese mehrschichtige Anwendung (sowas ist doch nur
>> fr Programmierprofis) mit Ernte-Schicht, Transport-Layer und
>> Supermarkt-Store? Warum nicht gleich auf'm Acker mampfen?
>> ;-)))

> .... das hat was mit Mobilitt zu tun. Mittels den Schichten kannst Du
> den Salat wenigtens in die Umgebung bringen und essen wo er Dir auch
> schmeckt.
> Und wenn Du dann noch die passenden "Transportmittel" benutzt, ersparst
> Du dir das unntige schleppen schwerer Eimer o..

Warum sollte jemand (Peter?) den Salat auf den Acker transportieren, wo er
doch schon dort wchst?

> Aber Tischkultur lt sich nicht eins zu eins mit "Programmierkultur"
> bersetzen (wenn es sowas berhaupt gibt).

h... es gibt nix feineres an Tischkultur als ein stilvolles englisches
Picknick!

Wenn denn man immer so gesittet die Ernte der Frchte des OS-Ackers
programmiert werden wrde...


Viele Gre

Harald M. Genauck

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=?iso-8859-1?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 18:39 gssg_nospam

Hallo Harald,

> Warum sollte jemand (Peter?) den Salat auf den Acker transportieren, wo er
> doch schon dort wchst?

Nun degradiere meinen Garten mal nicht zu einem grobschlchtigen Acker.
Jedes der Salat- und sonstigen Pflnzchen wird tglich liebevoll
gehtschelt. Nix Acker, ber den ein Ackergaul einen klapprigen Pflug zieht.

Gru aus St.Georgen
Peter Gtz
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=?iso-8859-1?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 18:56 Harald M. Genauck

Hallo Peter,

>> Warum sollte jemand (Peter?) den Salat auf den Acker transportieren, wo
>> er
>> doch schon dort wchst?

> Nun degradiere meinen Garten mal nicht zu einem grobschlchtigen Acker.
> Jedes der Salat- und sonstigen Pflnzchen wird tglich liebevoll
> gehtschelt. Nix Acker, ber den ein Ackergaul einen klapprigen Pflug
> zieht.

Wie? Da ist kein selbstgebauter und -programmierter Erdkrmeldrehroboter
zugange?

Viele Gre

Harald M. Genauck

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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 19:24 Peter Fleischer

Harald M. Genauck wrote:
....
> Wie? Da ist kein selbstgebauter und -programmierter
> Erdkrmeldrehroboter zugange?

Ich knnte noch einige hundert Nacktschnecken aus meinem Garten liefern:-)

Peter


 

=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 20:00 gssg_nospam

Hallo Peter,

> Ich knnte noch einige hundert Nacktschnecken aus meinem Garten liefern:-)

N, besten Dank.
Davon habe ich selbst mehr als genug.

Gru aus St.Georgen
Peter Gtz
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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 19:52 Dieter Strassner

Hallo Harald,

> Wie? Da ist kein selbstgebauter und -programmierter Erdkrmeldrehroboter
> zugange?

Wieso fragst Du? Er hat doch Wrmer! Nicht auf seinem PC - in der
Gartenerde. Die drehen ihm die Erde schon rum. Sogar auch dann wenn sein
Windows mal abstrzen sollte, kauen die weiter munter die Erde durch...
Hab' auch einige im Garten.Und das Gute daran: Kosten weder Lizenzgebhr,
noch brauch man ein kostenpflichtigen Update von M$ fr die nchste Saison
;-)

--

Viele Gre

Dieter


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06-15-2005, 19:57 gssg_nospam

Hallo Harald,

> Wie? Da ist kein selbstgebauter und -programmierter Erdkrmeldrehroboter
> zugange?

Nein, nix Roboter, natrlich ko pur. Da wird jedes Krmel von Hand gedreht
und gefrssige Schnecken werden einzeln mit Pfeil und Bogen erlegt.

Gru aus St.Georgen
Peter Gtz
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=?iso-8859-1?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 20:04 Harald M. Genauck

Hallo Peter,

>> Wie? Da ist kein selbstgebauter und -programmierter Erdkrmeldrehroboter
>> zugange?

> Nein, nix Roboter, natrlich ko pur. Da wird jedes Krmel von Hand
> gedreht
> und gefrssige Schnecken werden einzeln mit Pfeil und Bogen erlegt.

Ist aber umstndlich, eine Schnecke erst mit nem Pfeil aufzuspieen und
dann noch mit nem Bogen zu erschlagen. Ist das so wirklich ko-nomisch??


Viele Gre

Harald M. Genauck

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06-15-2005, 20:13 gssg_nospam

Hallo Harald,

> Ist aber umstndlich, eine Schnecke erst mit nem Pfeil aufzuspieen und
> dann noch mit nem Bogen zu erschlagen. Ist das so wirklich ko-nomisch??

"nomisch" vielleicht nicht, aber unheimlich "ko".

So jetzt werde ich mir noch einen schnen Salatkopf aus dem Garten holen und
der wird dann gleich zum Feierabend mit Genuss verspeist.

Guten Appetit allerseits.

Gru von Peter
www.gssg.de



 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 20:44 Dieter Strassner

hallo Peter,

> So jetzt werde ich mir noch einen schnen Salatkopf aus dem Garten holen
> und
> der wird dann gleich zum Feierabend mit Genuss verspeist.

....vor dem Fernseher? ...vor dem PC? ...im familiren Kreis zu Tisch?

Vllt. sogar vorher in eine dekorative Salatschssel umgefllt? ;-))

Guten Appetit!

--

Viele Gre

Dieter


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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 22:27 Gerrit Kuhlendahl


"Dieter Strassner" schrieb im Newsbeitrag
news:Ok$8ApdcFHA.228@TK2MSFTNGP12.phx.gbl...
> hallo Peter,
>
> > So jetzt werde ich mir noch einen schnen Salatkopf aus dem Garten holen
> > und
> > der wird dann gleich zum Feierabend mit Genuss verspeist.
>
> ...vor dem Fernseher? ...vor dem PC? ...im familiren Kreis zu Tisch?
>
> Vllt. sogar vorher in eine dekorative Salatschssel umgefllt? ;-))
>
> Guten Appetit!
>

Den wnsch ich Peter auch - dann brauch ich wenigstens nicht
den Salat essen. Peter, willst Du meinen auch noch?

Viel Fleisch

Gerrit


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06-16-2005, 8:59 gssg_nospam

Moin Gerrit,

> Den wnsch ich Peter auch - dann brauch ich wenigstens nicht
> den Salat essen. Peter, willst Du meinen auch noch?

Besten Dank,
zum Frhstck ziehe ich Kaffe und Brtchen vor.
Heute abend gibt es aber wieder Salat.

Einen schnen Tag noch

Gru von Peter
www.gssg.de

 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 22:26 Gerrit Kuhlendahl


"Peter Gtz" schrieb im Newsbeitrag
news:uXA6mNdcFHA.3040@TK2MSFTNGP14.phx.gbl...
> Hallo Harald,
>
> > Wie? Da ist kein selbstgebauter und -programmierter Erdkrmeldrehroboter
> > zugange?
>
> Nein, nix Roboter, natrlich ko pur. Da wird jedes Krmel von Hand
gedreht
> und gefrssige Schnecken werden einzeln mit Pfeil und Bogen erlegt.

Dat mok ick jmmers mid de Refen von min Auto op de Upfohrt.

:-))

Viel *Fllltsch*

Gerrit


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06-16-2005, 9:02 gssg_nospam

Moin Gerrit,

> > und gefrssige Schnecken werden einzeln mit Pfeil und Bogen erlegt.
>
> Dat mok ick jmmers mid de Refen von min Auto op de Upfohrt.

Siehste, httest Du ordentlichen Salat im Garten, wrden die nicht auf
Deiner Auffahrt rumlungern.

Gru von Peter
www.gssg.de

 

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06-16-2005, 16:41 Harald M. Genauck

Hallo Peter,

>> > und gefrssige Schnecken werden einzeln mit Pfeil und Bogen erlegt.

>> Dat mok ick jmmers mid de Refen von min Auto op de Upfohrt.

> Siehste, httest Du ordentlichen Salat im Garten, wrden die nicht auf
> Deiner Auffahrt rumlungern.

Irgendwie mssen die doch erst mal in den Garten gelangen?


Viele Gre

Harald M. Genauck

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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-16-2005, 17:05 Gerrit Kuhlendahl


"Harald M. Genauck" schrieb im Newsbeitrag
news:ui#RVOocFHA.3252@TK2MSFTNGP10.phx.gbl...
> Hallo Peter,
>
> >> > und gefrssige Schnecken werden einzeln mit Pfeil und Bogen erlegt.
>
> >> Dat mok ick jmmers mid de Refen von min Auto op de Upfohrt.
>
> > Siehste, httest Du ordentlichen Salat im Garten, wrden die nicht auf
> > Deiner Auffahrt rumlungern.
>
> Irgendwie mssen die doch erst mal in den Garten gelangen?

Nein, mssen Sie nicht! Die knnen auf den an drei Seiten angrenzenden
Feldern rumlungern. :-)

Kriechende Gre

Gerrit


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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-16-2005, 17:04 Gerrit Kuhlendahl


"Peter Gtz" schrieb im Newsbeitrag
news:uvqqmEkcFHA.3488@tk2msftngp13.phx.gbl...
> Moin Gerrit,
>
> > > und gefrssige Schnecken werden einzeln mit Pfeil und Bogen erlegt.
> >
> > Dat mok ick jmmers mid de Refen von min Auto op de Upfohrt.
>
> Siehste, httest Du ordentlichen Salat im Garten, wrden die nicht auf
> Deiner Auffahrt rumlungern.

Die sollen ja garnicht erst in den Garten - und Sprengfallen hat mir
meine Frau nicht erlaubt :-(

:-))

Explosive Gre

Gerrit


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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 22:24 Gerrit Kuhlendahl

Moin Peter!

"Peter Gtz" schrieb im Newsbeitrag
news:uUvSFiccFHA.2340@tk2msftngp13.phx.gbl...
> Hallo Harald,
>
> > Warum sollte jemand (Peter?) den Salat auf den Acker transportieren, wo
er
> > doch schon dort wchst?
>
> Nun degradiere meinen Garten mal nicht zu einem grobschlchtigen Acker.
> Jedes der Salat- und sonstigen Pflnzchen wird tglich liebevoll
> gehtschelt. Nix Acker, ber den ein Ackergaul einen klapprigen Pflug
zieht.

Watt denn? Soooo rckstndig seit Ihr Bayern doch garnicht. Ich hab
in den Nachrichten auch bei Euch schon Trekker gesehen. :-))

Viel Spa

Gerrit


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06-16-2005, 9:05 gssg_nospam

Moin Gerrit,

> Watt denn? Soooo rckstndig seit Ihr Bayern doch garnicht. Ich hab
> in den Nachrichten auch bei Euch schon Trekker gesehen. :-))

Na klar haben wir die auch,
mit denen fahren wir zur Resi.

Gru von Peter
www.gssg.de

 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 6:40 Thorsten Albers

Peter Gtz schrieb im Beitrag
...
> (knnte glatt als Kuh arbeiten)

Na, na, na - mach' Gerrit hier 'mal nicht arbeitslos!

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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 22:29 Gerrit Kuhlendahl


"Thorsten Albers" schrieb im Newsbeitrag
news:01c571af$9ca67fa0$858ee684@thaldesk...
> Peter Gtz schrieb im Beitrag
> ...
> > (knnte glatt als Kuh arbeiten)
>
> Na, na, na - mach' Gerrit hier 'mal nicht arbeitslos!
>


\|/
-- *pling*
/|\
;
;
;
;
Hm? Wie? War das mein Stichwort?

Muuuuuuuuuh

Gerrit


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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 22:21 Gerrit Kuhlendahl

Moin Peter!

"Peter Gtz" schrieb im Newsbeitrag
news:uvMkwKacFHA.2420@TK2MSFTNGP15.phx.gbl...
> Hallo Dieter,
>
> > Im praktischen Leben nehm ich auch lieber eine Schssel fr meinen Salat
> als
> > einen Eimer. Auch wenn der Eimer gengend sauber wre und der Salat dort
> > auch locker rein passt ;-)
>
> Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Geschcker sind.
> Ich bin geradezu ein Salat-Fan (knnte glatt als Kuh arbeiten) und deshalb
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Darf/soll ich das als Bewerbung auffassen?
:-)))))

> wre mit in diesem Fall der Eimer lieber.

Viel Spa

Gerrit *Eimer such*


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=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-16-2005, 9:08 gssg_nospam

> > Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Geschcker sind.
> > Ich bin geradezu ein Salat-Fan (knnte glatt als Kuh arbeiten) und
deshalb
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Darf/soll ich das als Bewerbung auffassen?
> :-)))))

N, bei Euch gibts ja keinen Salat und Silofutter mag ich nicht.

Gru von Peter
www.gssg.de

 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-16-2005, 16:58 Gerrit Kuhlendahl


"Peter Gtz" schrieb im Newsbeitrag
news:uPJv0HkcFHA.2688@TK2MSFTNGP14.phx.gbl...
> > > Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Geschcker sind.
> > > Ich bin geradezu ein Salat-Fan (knnte glatt als Kuh arbeiten) und
> deshalb
> > ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> > Darf/soll ich das als Bewerbung auffassen?
> > :-)))))
>
> N, bei Euch gibts ja keinen Salat und Silofutter mag ich nicht.

Silage soll aber sehr nahrhaft und gesund sein...

Guten Appetit

Gerrit


--
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=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-17-2005, 10:32 gssg_nospam

Moin Gerrit,

> Silage soll aber sehr nahrhaft und gesund sein...

.... und, hast Du schon mal davon probiert?

> Guten Appetit

dito.

Gru von Peter
www.gssg.de

 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-17-2005, 17:40 Gerrit Kuhlendahl


"Peter Gtz" schrieb im Newsbeitrag
news:#Vc6LbxcFHA.2076@TK2MSFTNGP15.phx.gbl...
> Moin Gerrit,
>
> > Silage soll aber sehr nahrhaft und gesund sein...
>
> ... und, hast Du schon mal davon probiert?
>

N, ich bin berzeugter Fleisch(fr)esser :-)

Viele Proteine

Gerrit


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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 10:18 Holger Reinhold

"Robert Schneider" schrieb
> was haltet ihr eigentlich vom Variant? ...
> Manchmal wnschte ich mir, man knnte diesen Datentyp abschalten.
> ...
> Dabei lsst sich ja die Verwendung gar nicht verhindern, wegen der
> eventuellen impliziten Typumwandlungen.

Das eigentliche Problem sind doch die impliziten Typumwandlungen, die nicht
an die Verwendung des Variant-Typs gebunden sind. Wenn ich schreibe:
If 5 Then
....
dann funktioniert das dummerweise, weil die 5 als Boolscher Wert 'true'
interpretiert wird.
Richtig wre eben
If cbool(5) Then

Zum Problem wird das Ganze, wenn ich schreiben will
If 5 and 3 Then
Jetzt vergleicht VB bitweise und das ist was ganz anderes als
If cbool(5) And cbool(3) Then

Da hilft nur konsequente Typumwandlung und damit jede Automatik vermeiden.
Das muss jeder VB-Programmierer begreifen und umsetzen. Musste ich auch.
Alles andere ist dilletantisch.

Variant-Typ ebenso konsequent meiden. Wo er sein muss, das sagt dann VB
schon, z.B. als Laufvariable bei For Each Next. Aber dann wird sie als
'Dim varX as Variant' deklariert, damit alles klar ist

MfG
Holger



 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 10:29 Robert Schneider

Ah ja, stimmt. Wahrscheinlich sind Variants und impliziete Umwandlung zwei
unterschiedliche Probleme, die aber auch zusammenspielen knnen.

Eine Frage noch (richtet sich an alle Leser): Ist das in VB.NET irgendwie
besser gelst? Und wie ist das in SeeSharp? Ich wei, da kann ich auch
googeln - aber vielleicht kann doch wer 'ne schnelle Antwort liefern.

Gru,
Robert



--
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"Holger Reinhold" schrieb im Newsbeitrag
news:%23AMHYLYcFHA.1448@TK2MSFTNGP14.phx.gbl...
> "Robert Schneider" schrieb
>> was haltet ihr eigentlich vom Variant? ...
>> Manchmal wnschte ich mir, man knnte diesen Datentyp abschalten.
>> ...
>> Dabei lsst sich ja die Verwendung gar nicht verhindern, wegen der
>> eventuellen impliziten Typumwandlungen.
>
> Das eigentliche Problem sind doch die impliziten Typumwandlungen, die
> nicht
> an die Verwendung des Variant-Typs gebunden sind. Wenn ich schreibe:
> If 5 Then
> ...
> dann funktioniert das dummerweise, weil die 5 als Boolscher Wert 'true'
> interpretiert wird.
> Richtig wre eben
> If cbool(5) Then
>
> Zum Problem wird das Ganze, wenn ich schreiben will
> If 5 and 3 Then
> Jetzt vergleicht VB bitweise und das ist was ganz anderes als
> If cbool(5) And cbool(3) Then
>
> Da hilft nur konsequente Typumwandlung und damit jede Automatik vermeiden.
> Das muss jeder VB-Programmierer begreifen und umsetzen. Musste ich auch.
> Alles andere ist dilletantisch.
>
> Variant-Typ ebenso konsequent meiden. Wo er sein muss, das sagt dann VB
> schon, z.B. als Laufvariable bei For Each Next. Aber dann wird sie als
> 'Dim varX as Variant' deklariert, damit alles klar ist
>
> MfG
> Holger
>
>
>


 

=?iso-8859-1?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 11:08 Harald M. Genauck

Hallo Robert,

> Ah ja, stimmt. Wahrscheinlich sind Variants und impliziete Umwandlung
> zwei unterschiedliche Probleme, die aber auch zusammenspielen knnen.
>
> Eine Frage noch (richtet sich an alle Leser): Ist das in VB.NET irgendwie
> besser gelst?

Da ist's prinzipiell fast noch "schlimmer" - es gibt den Datentyp "Object",
der wirklich alles "schlucken" kann. Und die implizite Typumwandlung
schlgt genau so "genadenlos" zu. Allerdings hilft da ein wenig die "Option
Strict"-Direktive, die zu expliziten Typumwandlungen zwingt.


Viele Gre

Harald M. Genauck

ABOUT Visual Basic - das Webmagazin
http://www.aboutvb.de

 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 11:42 Robert Schneider

In VB1 war noch alles in Ordnung. Dann kam irgendwann Variant hinzu. Und
schlielich Object.
Wo wird das hinfhren ? ;-)

Kann ich in VB.NET wirklich so etwas machen?:

dim x as object
x = 5
x = 3.141
x = true
x = "irgendwas"
x= einAnderesObjekt





--
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"Harald M. Genauck" schrieb im Newsbeitrag
news:euj1wnYcFHA.456@TK2MSFTNGP09.phx.gbl...
> Hallo Robert,
>
>> Ah ja, stimmt. Wahrscheinlich sind Variants und impliziete Umwandlung
>> zwei unterschiedliche Probleme, die aber auch zusammenspielen knnen.
>>
>> Eine Frage noch (richtet sich an alle Leser): Ist das in VB.NET irgendwie
>> besser gelst?
>
> Da ist's prinzipiell fast noch "schlimmer" - es gibt den Datentyp
> "Object", der wirklich alles "schlucken" kann. Und die implizite
> Typumwandlung schlgt genau so "genadenlos" zu. Allerdings hilft da ein
> wenig die "Option Strict"-Direktive, die zu expliziten Typumwandlungen
> zwingt.
>
>
> Viele Gre
>
> Harald M. Genauck
>
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> http://www.aboutvb.de
>


 

=?iso-8859-1?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 16:49 Harald M. Genauck

Hallo Robert,

> In VB1 war noch alles in Ordnung. Dann kam irgendwann Variant hinzu. Und
> schlielich Object.
> Wo wird das hinfhren ? ;-)
>
> Kann ich in VB.NET wirklich so etwas machen?:
>
> dim x as object
> x = 5
> x = 3.141
> x = true
> x = "irgendwas"
> x= einAnderesObjekt

Ja - aber warum auch nicht: Das ist eben Objektorientierung, Stichwort:
Polymorphie. Da in .NET letztlich alles (mal etwas vereinfacht) ein Objekt
ist, kann auch alles einer als Object deklarierten Variablen zugewiesen
werden.

Viele Gre

Harald M. Genauck

ABOUT Visual Basic - das Webmagazin
http://www.aboutvb.de

 

=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 14:03 gssg_nospam

Hallo Robert,

> Ah ja, stimmt. Wahrscheinlich sind Variants und impliziete Umwandlung zwei
> unterschiedliche Probleme,

Das sind sie in der Tat.

> die aber auch zusammenspielen knnen.
>
> Eine Frage noch (richtet sich an alle Leser): Ist das in VB.NET irgendwie
> besser gelst?

Warum besser?
Variant ist doch nichts Schlechtes.
Schlecht wird der Datentyp Variant erst dann, wenn er falsch eingesetzt
wird.

Auch in VB.net gibt es etwas zum Variant vergleichbares. Da heisst es
Object. Ein Object kann hnlich wie ein VBclassic-Variant alles Mgliche
(oft auch Unmgliche) sein.


> Und wie ist das in SeeSharp?

SeeSharp?
Ich kenne Nordsee, Ostsee und viele andere Weltmeere auf denen ich ber 10
Jahre herumgeschippert bin. In der SeeSharp war ich allerdings nie.

> Ich wei, da kann ich auch
> googeln - aber vielleicht kann doch wer 'ne schnelle Antwort liefern.
>
> Gru,
> Robert

Gru aus St.Georgen
Peter Gtz
www.gssg.de (mit VB-Tips u. Beispielprogrammen)

 

=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 17:28 Harald M. Genauck

Hallo Peter,

>> Und wie ist das in SeeSharp?

> SeeSharp?
> Ich kenne Nordsee, Ostsee und viele andere Weltmeere auf denen ich ber
> 10
> Jahre herumgeschippert bin. In der SeeSharp war ich allerdings nie.

Siehst Du die S-Harfe nicht?

Viele Gre

Harald M. Genauck

ABOUT Visual Basic - das Webmagazin
http://www.aboutvb.de

 

=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 18:14 gssg_nospam

Hallo Harald,

> Siehst Du die S-Harfe nicht?

S-Harfe?
Ich meinem Musikzimmer steht eine Konzertharfe und diverses anderes
Tonerzeugungsgert, aber wo kann ich eine S-Harfe sehen?

Gru aus St.Georgen
Peter Gtz
www.gssg.de (mit VB-Tips u. Beispielprogrammen)

 

=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 18:54 Harald M. Genauck

Hallo Peter,

>> Siehst Du die S-Harfe nicht?

> S-Harfe?
> Ich meinem Musikzimmer steht eine Konzertharfe und diverses anderes
> Tonerzeugungsgert, aber wo kann ich eine S-Harfe sehen?

Zaunpfahl:

See S harp

;-)))


Viele Gre

Harald M. Genauck

ABOUT Visual Basic - das Webmagazin
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Re: OT: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-16-2005, 14:53 Frank Lehmann

Peter kann die S-Harfe nicht sehen, weil er nur eine C-Harfe hat.

--
Frank Lehmann


> >> Siehst Du die S-Harfe nicht?
>
> > S-Harfe?
> > Ich meinem Musikzimmer steht eine Konzertharfe und diverses anderes
> > Tonerzeugungsgert, aber wo kann ich eine S-Harfe sehen?
>
> Zaunpfahl:
>
> See S harp
>
> ;-)))
>
>


 

Re: Datentyp Variant: gut oder =?ISO-8859-15?Q?b=F6se=3F?=

06-15-2005, 12:10 Thorsten Doerfler

Robert Schneider schrieb:

> was haltet ihr eigentlich vom Variant? Ntzlich oder schdlich?

Wie mit allen Hilfsmitteln im Leben: Unsachgemer Umgang ist
schdlich. Bewusst und in Maen eingesetzt, kann er ntzlich sein.

> Manchmal wnschte ich mir, man knnte diesen Datentyp abschalten. Denn ich
> glaube, dass er eher Probleme schafft, als dass er viele Vorteile bringt.

Das liegt dann wohl eher am Eingabemedium vor der Tastatur.

> Kann es sein, dass er vielleicht auch eher fr Programmieranfnger gedacht
> ist (vielleicht hat daher VB6 sogar den Ruf einer
> Einsteigerprogrammiersprache?).

Den Ruf einer Einsteigerprogrammiersprache, hat (Visual) BASIC nicht
allein wegen Variant-Datentypen. BASIC vereinfachte die Programmierung
allgemein durch seinen Sprachaufbau, gegenber C/C++. Visual Basic
erleichterte den Einstieg in die Windows-Programmierung nochmals durch
seinen visuellen Formular-Editor. Formulare konnten einfach
"zusammengeklickt" werden und mussten nicht mehr umstndlich
programmiert werden. Spter kamen dann noch u.a.
Datenbankuntersttzung und Datenbindung hinzu, bis hin zur Erstellung
eigener ActiveX-Komponenten, was bis VB4 (VB5 fr ActiveX-Controls)
allein C++ vorbehalten war.

Somit war die Erstellung einer lauffhigen Anwendung mit VB ein
kinderspiel und auch fr jemanden beherrschbar, der neu in die
Programmierung einstieg. Was aber nicht ausschliet, dass man mit dem
entsprechenden Know-How auch professionelle Anwendungen mit VB
erstellt werden knnen.

> Der Variant ist doch praktisch die Auflsung
> der Typensicherheit, oder? Dabei lsst sich ja die Verwendung gar nicht
> verhindern, wegen den eventuellen impliziten Typumwandlungen.

Implizit umgewandelt wird nur dann, wenn Du nicht explizit dazwischen
funkst. Wenn Du also immer den Datentyp angibst und wenn ntig von den
C/Type/-Anweisungen gebrauch machst, schaltest Du die implizite
Typumwandlung von VB aus. Die Verwendung eines Variant schliet zudem
die Typsicherheit nicht gnzlich aus. Der im Variant gespeicherte
Datentyp kann immer abgefragt werden. Die Daten liegen also nicht
"wild" in ihm herum.

> Da kann
> vielleicht schon was schiefgehen, wenn das Bewusstsein ber diese imp.
> Umwandlungen nicht vorhanden ist.

Wie mit allem im Leben. Ein wenig Ahnung sollte man schon von dem
haben, was man anstellt.

> Und ich habe hier Kollegen die
> programmieren, und die eine Integer-Addition direkt einem String zuweisen
> (strTemp = 1 + 1).

Das ist kein Variant-Problem, sondern allein ein Problem der
impliziten Typumwandlung. Und die kann in der Tat gehrig daneben
gehen, wenn man sich allein darauf verlsst. Noch interessanter wird
es, wenn man direkt mit Eingaben aus einer TextBox rechnet.

> Sind halt keine ausgebildeten Programmierer, sondern
> haben sich VB6 einfach so angeeignet.

Dann haben die aber an irgendeinem Punkt mit dem Aneignen aufgehrt.
Oder Programmieren stur nach dem Motto "Das habe ich schon immer so
gemacht, warum sollte ich das jetzt anders machen?".

> Ist auch okay, aber ich wollte denen
> jetzt doch mal zeigen, dass man so nicht programmieren sollte. Und da wre
> es praktisch, wenn man Variants abschalten knnte.

Warum? Ist die Blockade in deren Kpfen so gro, dass Du nicht diese
abschalten kannst? Ist sicher der bessere Weg, als sich von einem
Datentyp zu trennen, der auch ntzlich sein kann. Zumal die implizite
Typumwandlung rein gar nichts mit Variants zu tun hat.

Was das angeht, bringt erst VB.NET Besserung und bringt "Option
Strict" ins Spiel, mit der sich diese implizite Typumwandlung
abschalten lsst. Ja und auch den Variant hat man in VB.NET gekippt.

Thorsten Drfler
--
vb-hellfire - einfach anders
http://www.vb-hellfire.de/

 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 13:08 Robert Schneider

> abschalten kannst? Ist sicher der bessere Weg, als sich von einem
> Datentyp zu trennen, der auch ntzlich sein kann. Zumal die implizite


Fr was ist denn der Variant eigentlich ntzlich? Andere Sprachen haben den
Typ ja auch nicht - er wird auch nicht vermisst, meines Wissens.

Robert


--
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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 13:12 Peter Fleischer

Robert Schneider wrote:
....
> Fr was ist denn der Variant eigentlich ntzlich? Andere Sprachen
> haben den Typ ja auch nicht - er wird auch nicht vermisst, meines
> Wissens.

Decimal, Bookmark z.B.

Peter


 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 4:15 Thorsten Albers

Robert Schneider schrieb im Beitrag
<#xAsMqZcFHA.3032@TK2MSFTNGP10.phx.gbl>...
> Fr was ist denn der Variant eigentlich ntzlich? Andere Sprachen haben
den
> Typ ja auch nicht - er wird auch nicht vermisst, meines Wissens.

Ein Bsp.:
Schaue Dir 'mal VB-Funktionen mit optionalen Argument im Objekkatalog an -
da kommt der Datentyp Variant intensiv zum Einsatz (Intellisense zeigt bei
einem. Z.B. Instr():

Function InStr([Start], [String1], [String2], _
[Compare As VbCompareMethod = vbBinaryCompare])

Argumente ohne angegebenen Datentyp haben den Datentyp Variant.

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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 14:52 Robert Schneider


> Function InStr([Start], [String1], [String2], _
> [Compare As VbCompareMethod = vbBinaryCompare])
>

Ja, da wird der Variant-Datentyp genutzt. Aber ntzlich? Gerade bei diesem
Beispiel wre doch die Verwendung von strengeren Typen besser, denke ich.
Ach, ich wei auch nicht... kann man als Vor- oder Nachteil sehen. In Java
wre das mit dem zweiten und dritten Parameter vielleicht so gelst (wenn
das so Variant-mig sein sollte), das hier der Typ Objekt deklariert wird -
die bergebenen Objekte haben grundstzlich eine toString()-Methode, die
dann je einen passenden String liefern wrden, auf dem operiert wird. Ist
wohl ein anderer Weg und aus VB-Sicht dann vielleicht auch seltsam.

Okay, aber selbst Variant-Variablen zu verwenden muss dann wohl wirklich
wohlberlegt sein.

Dank dir auch, fr den Rat mit dem Prefixen. Ist vielleicht eine Mglichkeit
(obwohl ich kein Freund von der ungarischen Notation bin).

Gru,
Robert


 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 6:52 Thorsten Albers

Robert Schneider schrieb im Beitrag
...
>
> > Function InStr([Start], [String1], [String2], _
> > [Compare As VbCompareMethod = vbBinaryCompare])
> >
> Ja, da wird der Variant-Datentyp genutzt. Aber ntzlich? Gerade bei
diesem
> Beispiel wre doch die Verwendung von strengeren Typen besser, denke ich.

Optionale Funktionsargumente finde ich persnlich sehr angenehm. Und
solange die Zuordung sichergestellt ist, gibt es eigentlich kein Argument
dagegen:

Wenn Typ([Start]) =
Startposition = [Start]
Quelle = [String1]
Ziel = [String2]
Wenn Typ([Start]) = String
Quelle = [Start]
Ziel = [String1]
Wenn [String2]
Fehler
Sonst
Fehler

etc.

> Ach, ich wei auch nicht... kann man als Vor- oder Nachteil sehen. In
Java
> wre das mit dem zweiten und dritten Parameter vielleicht so gelst (wenn

> das so Variant-mig sein sollte), das hier der Typ Objekt deklariert
wird -
> die bergebenen Objekte haben grundstzlich eine toString()-Methode, die
> dann je einen passenden String liefern wrden, auf dem operiert wird. Ist

> wohl ein anderer Weg und aus VB-Sicht dann vielleicht auch seltsam.

Java? Was ist Java? Von Java hat noch nie jemand gehrt! Java hat es nie
gegeben!! :-)

> Okay, aber selbst Variant-Variablen zu verwenden muss dann wohl wirklich
> wohlberlegt sein.

Selbstverstndlich. Ich persnlich setzte sie, wie gesagt, nur fr
Funktions-Argumente ein, in welchen verschiedene Datentypen ber- und/oder
zurckgegeben werden knnen, und fr Arrays, in deren Eintrgen
verschiedene Datentypen eingetragen werden knnen.

> Dank dir auch, fr den Rat mit dem Prefixen. Ist vielleicht eine
Mglichkeit
> (obwohl ich kein Freund von der ungarischen Notation bin).

Es mu ja nicht gleich die (m.E. unsgliche) volle ungarische Notation
sein, sondern eine an VB angepate Abwandlung. Nur so als Beispiel:

Byte bSample
Integer iSample
Boolean fSample
Long lSample
String sSample
String * n sfSample
Single sgSample
Double dbSample
Currency cSample
Date dtSample
Decimal vdSample
Variant vSample
Object objSample

etc. (bei Arrays einfach ein 'a' davor)

--
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=?iso-8859-1?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 17:16 Harald M. Genauck

Hallo Robert,

>> Function InStr([Start], [String1], [String2], _
>> [Compare As VbCompareMethod = vbBinaryCompare])

> Ja, da wird der Variant-Datentyp genutzt. Aber ntzlich? Gerade bei
> diesem Beispiel wre doch die Verwendung von strengeren Typen besser,
> denke ich.

Vergiss dieses Beispiel mal - die InStr-Funktion ist eh etwas krude wegen
der variablen Parameter-Belegung (ist halt ein Basic-Oldie, das irgendwie
in die "moderne" Zeit gerettet werden "musste").

Aber folgendes Beispiel, eine Funktion mit einem optionalen Parameter:

'...
' 1.:
XY
'...
' 2.:
XY 999
'...

Sub XY(Optional Param As Integer)
' ???
End Sub

Wie willst Du hier feststellen, ob Param gar nicht bergeben worden ist?
Denn wenn Param nicht bergeben wurde, ist in der Prozedur Param = 0, was
sich aber nicht von der tatschlichen bergabe:

XY 0

unterscheiden lsst.

Variant-Alternative:

Sub XY(Optional Param As Variant)
If IsMissing(Param) Then
MsgBox "Param fehlt"
Else
MsgBox "Param: " & CStr(Param)
End If
End Sub

Wenn Du die bergabe dennoch typsicher halten willst:

Public Sub XY(Optional Param As Variant)
Select Case True
Case IsMissing(Param)
MsgBox "Param fehlt"
Case VarType(Param) = vbInteger
MsgBox "Param: " & CStr(Param)
Case Else
MsgBox "Falscher Datentyp!"
End Select
End Sub

Oder betrachte mal die Add-Methode einer Collection. In den optionalen
Parametern "Before" und "After" kannst Du sowohl einen Key (String) als
auch einen Index (Integer) bergeben. Die Methode ist eben flexibel, anders
ausgedrckt: sie ist variant...

Schau mal, wie und wo berall Variants sinnvoll sein knnen - ich bin
sicher, das ich Variants bestimmt nicht leichtfertig einsetze:

http://www.aboutvb.de/cgi-bin/search.cgi?Range=All&Format=Standard&Terms=variant


Viele Gre

Harald M. Genauck

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Re: Datentyp Variant: gut oder =?ISO-8859-15?Q?b=F6se=3F?=

06-15-2005, 16:08 Thorsten Doerfler

Robert Schneider schrieb:
>>abschalten kannst? Ist sicher der bessere Weg, als sich von einem
>>Datentyp zu trennen, der auch ntzlich sein kann. Zumal die implizite

> Fr was ist denn der Variant eigentlich ntzlich? Andere Sprachen haben den
> Typ ja auch nicht - er wird auch nicht vermisst, meines Wissens.

Was man nicht kennt, vermisst man auch nicht unbedingt. Der Variant
ist der einzige Datentyp, der den Datentyp Decimal darstellen kann,
fr den es keinen extra Typen gibt. Zudem ist er allgemein dann
ntzlich, wenn eine Funktion bspw. keinen eindeutigen Datentyp
zurckgibt, sondern mal einen String, mal Long oder was auch immer
zurck gibt. Wenn man wei, was man tut, ist das berhaupt nichts
verwerfliches.

Ebenso ist der Variant bei der Verwendung von optionalen Parametern
ntzlich, da nur bei diesem explizit mit IsMissing() geprft werden
kann, ob ein Parameter gesetzt wurde oder nicht. Bei typisierten
Parametern, kann man das nur bedingt ber den Default-Wert.

Hier sehen andere Sprachen das berladen von Methoden vor. Eine
Funktion mit unterschiedlichen Signaturen. Je nach Einsatzzweck, der
passende Parameter und Typ.

Thorsten Drfler
--
vb-hellfire - einfach anders
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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 4:03 Thorsten Albers

Robert Schneider schrieb im Beitrag
<#iAZxpXcFHA.4040@TK2MSFTNGP14.phx.gbl>...
> Manchmal wnschte ich mir, man knnte diesen Datentyp abschalten. Denn
ich
> glaube, dass er eher Probleme schafft, als dass er viele Vorteile bringt.

> Kann es sein, dass er vielleicht auch eher fr Programmieranfnger
gedacht
> ist (vielleicht hat daher VB6 sogar den Ruf einer
> Einsteigerprogrammiersprache?). Der Variant ist doch praktisch die
Auflsung
> der Typensicherheit, oder? Dabei lsst sich ja die Verwendung gar nicht
> verhindern, wegen den eventuellen impliziten Typumwandlungen. Da kann
> vielleicht schon was schiefgehen, wenn das Bewusstsein ber diese imp.
> Umwandlungen nicht vorhanden ist. Und ich habe hier Kollegen die
> programmieren, und die eine Integer-Addition direkt einem String zuweisen

> (strTemp = 1 + 1). Sind halt keine ausgebildeten Programmierer, sondern
> haben sich VB6 einfach so angeeignet. Ist auch okay, aber ich wollte
denen
> jetzt doch mal zeigen, dass man so nicht programmieren sollte. Und da
wre
> es praktisch, wenn man Variants abschalten knnte. Naja, das halt mal nur

> als Hintergrund.
> Was denkt ihr den ber den Variant? Gebt doch mal ein paar Kommentare von

> euch.

Ich halte den Variant fr einen >sehr guten< Datentyp: Nur er gestattet
z.B. die variable bergabe/Rckgabe von Funktionsargumenten oder das
Speichern von verschiedenen Datentypen in einem einzigen Array. Man mu ihn
halt nur korrekt verwenden.
Dennoch ist es auch meiner Ansicht nach sinnlos, Daten in einem Variant zu
speichern, die niemals den Wertebereich eines Long verlassen.
Zu mehr Konsequenz bei den genannten Kollegen knnte m.E. fhren, wenn man
sie dazu anleitet und anhlt, Variablennamen mit einem Datentyp-Prfix
(z.B. bByte, lLong, vVariant) oder dem von VB vorgesehenen Datentyp-Suffix
(%, &, mit dem Nachteil, da mehrere Datentypen ein solches nicht kennen)
zu versehen. Wenn diese Konvention in Fleisch und Blut bergegangen ist,
fragt man sich bei jedem Dim automatisch, welchen Datentyp die Variable
haben soll, und berlegt dann auch eher 'mal, welcher Datentyp denn fr die
anfallenden Daten geeignet ist.

--
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Re: Datentyp Variant: gut oder =?ISO-8859-15?Q?b=F6se=3F?=

06-15-2005, 16:08 Thorsten Doerfler

Thorsten Albers schrieb:

> Dennoch ist es auch meiner Ansicht nach sinnlos, Daten in einem Variant zu
> speichern, die niemals den Wertebereich eines Long verlassen.
> Zu mehr Konsequenz bei den genannten Kollegen knnte m.E. fhren, wenn man
> sie dazu anleitet und anhlt, Variablennamen mit einem Datentyp-Prfix
> (z.B. bByte, lLong, vVariant)

Die Lehre der "Hungarian Notation" ist heutzutage weitestgehend
berholt. Die IDE versorgt einen mit den notwendigen Infos zum
Datentyp, da braucht man keine Prfixe. Zudem wird es sptestens dann
mhsam, wenn man den Typ einer Variablen im Laufe der Entwicklung
ndern muss. Bei Deinem Beispiel sieht man auch schon die Fallstricke,
dieser Prfixe: bByte, bBoolean, ..., dDate, dDouble, ...

> oder dem von VB vorgesehenen Datentyp-Suffix
> (%, &, mit dem Nachteil, da mehrere Datentypen ein solches nicht kennen)
> zu versehen.

Mit dem weiteren Nachteil, dass sie den Code unleserlich machen.

Thorsten Drfler
--
vb-hellfire - einfach anders
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=?ISO-8859-15?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 17:22 Harald M. Genauck

Hallo Thorsten,

> bByte, bBoolean, ..., dDate, dDouble, ...

Na,. *das* lsst sich doch ausrumen:

byteByte, booleanBoolean, dateDate, doubleDouble

;-)))


Im brigen pldiere ich dafr, dass insbesondere in
Programmierer-Newsgroups die Klartextnamen prfixiert werden sollten, damit
man als Leser gleich auf Anhieb durchblickt:

vnThorsten nnDrfler
vnRobert nnSchneider
vnHarald inM. nnGenauck
usw. etc. pp. ff.

(Legende: vn=Vorname, nn=Nachname, in=Initial)

Viele Gre

Harald M. Genauck

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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 22:36 Gerrit Kuhlendahl

Moin Harald!

"Harald M. Genauck" schrieb im Newsbeitrag
news:OrbzG9bcFHA.2936@tk2msftngp13.phx.gbl...
> Hallo Thorsten,
>
> > bByte, bBoolean, ..., dDate, dDouble, ...
>
> Na,. *das* lsst sich doch ausrumen:
>
> byteByte, booleanBoolean, dateDate, doubleDouble
>
> ;-)))
>
>
> Im brigen pldiere ich dafr, dass insbesondere in
> Programmierer-Newsgroups die Klartextnamen prfixiert werden sollten,
damit
> man als Leser gleich auf Anhieb durchblickt:
>
> vnThorsten nnDrfler
> vnRobert nnSchneider
> vnHarald inM. nnGenauck
> usw. etc. pp. ff.
>
> (Legende: vn=Vorname, nn=Nachname, in=Initial)

Mir ist ein Mitmensch mit dem Namen "Martin Bernd" bekannt. Dort
htte Dein Notationsvorschlag echte Vorteile.

brigens sollte noch ein dritter Buchstabe im Prfix Ver-
wendung finden, der das Geschlecht anzeigt, insbesondere bei
Namen, die sowohl an Mnnlein als auch Weiblein vergeben wer-
den.

Viel Spa

vnmGerrit



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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 10:44 Thorsten Albers

Thorsten Doerfler schrieb im Beitrag
...
> Die Lehre der "Hungarian Notation" ist heutzutage weitestgehend
> berholt. Die IDE versorgt einen mit den notwendigen Infos zum
> Datentyp, da braucht man keine Prfixe. Zudem wird es sptestens dann
> mhsam, wenn man den Typ einer Variablen im Laufe der Entwicklung
> ndern muss. Bei Deinem Beispiel sieht man auch schon die Fallstricke,
> dieser Prfixe: bByte, bBoolean, ..., dDate, dDouble, ...

1. Ein "berholt" oder nicht "berholt" gibt es da nicht, denn es handelt
sich dabei um etwas rein subjektives, das keinerlei objektiven Kriterien
unterworfen werden kann.
2. "Die IDE" gibt es nicht: Es gibt IDEs, die einen mit entsprechenden
Informationen versorgen, und es gibt welche, die das nicht tun. Da man
einerseits nicht grundstzlich ausschlieen kann, auch einmal mit einer IDE
der zweiten Art arbeiten zu mssen, und da es sich empfiehlt, eigene
Programmierkonventionen (soweit im Rahmen der jeweiligen Sprache mglich)
stringent zu halten, ist es m.E. sinnvoller, sich nach dem ungnstigeren
Fall zu richten, zumal im gnstigeren dadurch keine Probleme entstehen.
3. Die Fallstricke sehe ich nicht.
4. Es ging um die Frage, wie man den Programmierern, die sich nicht um
Datentypen scheeren, irgendwie ein Gefhl dafr vermitteln kann.
Datentype-Prfixe sind hier m.E. ein guter Ansatz, auch wenn sie natrlich
nicht die Gewhr bieten, da dann wirklich auch mit dem entsprechenden
Datentyp dimensioniert wird. Aber irgendwo mu man ja anfangen.
5. Mit "Suchen & Ersetzen" hatte ich bisher noch keine Probleme,
Variablennamen entsprechend dem Datentyp zu ndern. Zur Not bastelt man
sich halt ein kleines Tool, das diese Aufgabe bernimmt.
6. Ich persnlich arbeite seit einigen Jahren mit Prfixen und finde das
recht komfortable und bersichtlich. Ich habe auch noch keinerlei Nachteile
festgestellt.

> > oder dem von VB vorgesehenen Datentyp-Suffix
> > (%, &, mit dem Nachteil, da mehrere Datentypen ein solches nicht
kennen)
> > zu versehen.
> Mit dem weiteren Nachteil, dass sie den Code unleserlich machen.

Auch das ist reine Ansichtssache, ebenso wie die Lesbarkeit von
Variablennamen wie "i" und "n".

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Re: Datentyp Variant: gut oder =?ISO-8859-15?Q?b=F6se=3F?=

06-15-2005, 21:51 Thorsten Doerfler

Thorsten Albers schrieb:
>>Die Lehre der "Hungarian Notation" ist heutzutage weitestgehend
>>berholt. Die IDE versorgt einen mit den notwendigen Infos zum
>>Datentyp, da braucht man keine Prfixe. Zudem wird es sptestens dann
>>mhsam, wenn man den Typ einer Variablen im Laufe der Entwicklung
>>ndern muss. Bei Deinem Beispiel sieht man auch schon die Fallstricke,
>>dieser Prfixe: bByte, bBoolean, ..., dDate, dDouble, ...

> 1. Ein "berholt" oder nicht "berholt" gibt es da nicht, denn es handelt
> sich dabei um etwas rein subjektives, das keinerlei objektiven Kriterien
> unterworfen werden kann.

OK, die Lehre ist rein subjektiv berholt, veraltet, obsolet, nicht
mehr empfehlenswert. Sie lsst sich in einer objektorientierten Welt
nicht mehr konsequent umsetzen. Objektschnittstellen kommen ohne
Prfixe aus. Sollten sie zumindest, wenn es gute Schnittstellen sein
sollen. Ein Berg von Objektvariablen lsst sich kaum mehr mit
vernnftigen Prfixen versehen. Und ob ich jetzt schreibe "Dim
objMyClass As Class1" oder "Dim MyClass As Class1", der
Informationsgehalt des "obj" ist null.

> 2. "Die IDE" gibt es nicht

Thema dieser NG ist die Programmiersprache Visual Basic bis
einschlielich Version 6.0. Fr diese gibt es allein eine IDE. Andere
IDEs wren recht wertfrei, da der Visual Basic Compiler an _die_ IDE
gekoppelt ist. Nehmen wir die IDEs von VB4-VB6, verfgen alle ber die
ntigen Hilfsmittel, die den Datentyp einer Variablen verraten.

> Es gibt IDEs, die einen mit entsprechenden
> Informationen versorgen, und es gibt welche, die das nicht tun. Da man
> einerseits nicht grundstzlich ausschlieen kann, auch einmal mit einer IDE
> der zweiten Art arbeiten zu mssen, und da es sich empfiehlt, eigene
> Programmierkonventionen (soweit im Rahmen der jeweiligen Sprache mglich)
> stringent zu halten, ist es m.E. sinnvoller, sich nach dem ungnstigeren
> Fall zu richten, zumal im gnstigeren dadurch keine Probleme entstehen.

OK, eine /moderne/ IDE (subjektiv) sollte diese Informationen
bereitstellen. Zudem sollte der Variablenname schon so gewhlt sein,
dass man auf Grund seines Namens auf seinen Datentyp schlieen kann.

"Text" wird kaum ein Long sein und "TextLen" wird kaum ein String
sein. Wenn doch, dann hat man noch ganz andere Probleme.

Sptestens der Compiler sollte entsprechende Warnungen ausgeben, wenn
Typen falsch deklariert und zugewiesen werden. Fr alle anderen Flle,
kann man immernoch zu der zur Programmierumgebung passenden Konvention
greifen. Eine globale Konvention gibt es ohnehin nicht.

> 4. Es ging um die Frage, wie man den Programmierern, die sich nicht um
> Datentypen scheeren, irgendwie ein Gefhl dafr vermitteln kann.
> Datentype-Prfixe sind hier m.E. ein guter Ansatz, auch wenn sie natrlich
> nicht die Gewhr bieten, da dann wirklich auch mit dem entsprechenden
> Datentyp dimensioniert wird. Aber irgendwo mu man ja anfangen.

Den konsequenten Einsatz von C/Type/ halte ich da fr einen viel
besseren Anfang. Da diese Anweisungen auch entsprechend dokumentiert
sind. berhaupt ist das Thema "Datentypen" recht ausfhrlich in der
MSDN dokumentiert.

> 5. Mit "Suchen & Ersetzen" hatte ich bisher noch keine Probleme,
> Variablennamen entsprechend dem Datentyp zu ndern. Zur Not bastelt man
> sich halt ein kleines Tool, das diese Aufgabe bernimmt.

Ja, die Krcken sind bekannt. Aber komfortabel ist das alles nicht.
Hier wren wir dann wieder bei der modernen IDE.

> 6. Ich persnlich arbeite seit einigen Jahren mit Prfixen und finde das
> recht komfortable und bersichtlich. Ich habe auch noch keinerlei Nachteile
> festgestellt.

Ich persnlich habe mir Datentypen-Prfixe vor einigen Jahren
abgewhnt und arbeite seit dem ohne. Ich habe noch keinerlei Nachteile
festgestellt.

>>>oder dem von VB vorgesehenen Datentyp-Suffix
>>>(%, &, mit dem Nachteil, da mehrere Datentypen ein solches nicht
>
> kennen)
>
>>>zu versehen.
>>
>>Mit dem weiteren Nachteil, dass sie den Code unleserlich machen.
>
>
> Auch das ist reine Ansichtssache

Natrlich reine Ansichtssache. Wofr sind diese NGs denn sonst da? Fr
alles andere gibt es .

> ebenso wie die Lesbarkeit von
> Variablennamen wie "i" und "n".

Noch besser: Dim a$, b$, c%, i%, l&, x!, y!

Thorsten Drfler
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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 16:25 Thorsten Albers

Thorsten Doerfler schrieb im Beitrag
...
> OK, die Lehre ist rein subjektiv berholt, veraltet, obsolet, nicht
> mehr empfehlenswert. Sie lsst sich in einer objektorientierten Welt
> nicht mehr konsequent umsetzen. Objektschnittstellen kommen ohne
> Prfixe aus. Sollten sie zumindest, wenn es gute Schnittstellen sein
> sollen. Ein Berg von Objektvariablen lsst sich kaum mehr mit
> vernnftigen Prfixen versehen. Und ob ich jetzt schreibe "Dim
> objMyClass As Class1" oder "Dim MyClass As Class1", der
> Informationsgehalt des "obj" ist null.

Keineswegs. Denke daran, wie hufig hier Fehler gemeldet werden, die auf
ein fehlendes "Set" zurckzufhren sind (und entweder auf Unkenntnis oder
auf mangelnden berblick ber die Variablen-Deklarationen)...

"Objektschnittstellen kommen ohne Prfixe aus. Sollten sie zumindest, wenn
es gute Schnittstellen sein sollen".

Die jeweiligen Programmierer der betroffenen Objektschnittstellen kommen
ohne Prfixe aus. Fr die Qualitt der Schnittstelle oder des Objektes hat
die Bezeichnung der Schnittstelle keinerlei Bedeutung.
Im brigen "Objekt" z.B. in "Objekt.Eigenschaft" bereits ein Prfix fr
"Eigenschaft" dar, das in der Regel ausreichen drfte, da eine Kenntnis der
Eigenschaften des verwendeten Objektes unumgnglich ist (dennoch: so
manches Mal mu man dann doch den Objektkatalog aufrufen). Ein Prfix vor
"Objekt" dagegen hilft (mir zumindest) schon sehr beim Programmieren,
insbesondere da damit bereits eine Vorauswahl fr das hinter "." folgende
getroffen wird.

"objMyClass" wrde ich auch nicht verwenden, genausowenig wie "Class1".
"Class1" bestimmt bei mir das Prfix von "MyClass" und mu (u.a. deswegen)
eindeutiger sein (z.B. "pic" fr "StdPicture", "fnt" fr "StdFont").

> Thema dieser NG ist die Programmiersprache Visual Basic bis
> einschlielich Version 6.0. Fr diese gibt es allein eine IDE. Andere
> IDEs wren recht wertfrei, da der Visual Basic Compiler an _die_ IDE
> gekoppelt ist. Nehmen wir die IDEs von VB4-VB6, verfgen alle ber die
> ntigen Hilfsmittel, die den Datentyp einer Variablen verraten.

Thema des (Teil-)Threads sind Programmierkonventionen, und diese sind nicht
(unbedingt) auf einen Compiler einzuschrnken.
Und ehe ich erst mit den Hilfsmitteln den Datentyp ermittel, ist mir
persnlich ein kurzes eindeutiges Prfix lieber.

> OK, eine /moderne/ IDE (subjektiv) sollte diese Informationen
> bereitstellen. Zudem sollte der Variablenname schon so gewhlt sein,
> dass man auf Grund seines Namens auf seinen Datentyp schlieen kann.
> "Text" wird kaum ein Long sein und "TextLen" wird kaum ein String
> sein. Wenn doch, dann hat man noch ganz andere Probleme.

Wie ist das dann also bei Dir in diesem Falle bei den Variablen "X" und
"Y"? Byte, Integer, Long, Single oder Double?
"Size" beim Font-Objekt ist Currency...
Ist "TextLen" Byte, Integer oder Long?

Im brigen ist ja auch schon "Len" in "TextLen" ein characterisierendes
Suffix.

> Sptestens der Compiler sollte entsprechende Warnungen ausgeben, wenn
> Typen falsch deklariert und zugewiesen werden. Fr alle anderen Flle,
> kann man immernoch zu der zur Programmierumgebung passenden Konvention
> greifen. Eine globale Konvention gibt es ohnehin nicht.

Da sind wir uns einig. Was einem hilft, das soll man verwenden. Deswegen
wrde ich auch nie von "berholt" und "da braucht man keine Prfixe" reden.
Immerhin sollte aber m.E. ein Programmier die von ihm gewhlten
Konventionen durchhalten und nicht je nach Kompiler hin- und herschaufeln.

> Den konsequenten Einsatz von C/Type/ halte ich da fr einen viel
> besseren Anfang. Da diese Anweisungen auch entsprechend dokumentiert
> sind. berhaupt ist das Thema "Datentypen" recht ausfhrlich in der
> MSDN dokumentiert.

Was bedeutet "C/Type/"?

> Noch besser: Dim a$, b$, c%, i%, l&, x!, y!

Ist das nicht Olafs Domne, zumindest was die Prfixe betrifft?

--
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Re: Datentyp Variant: gut oder =?ISO-8859-15?Q?b=F6se=3F?=

06-16-2005, 12:08 Thorsten Doerfler

Thorsten Albers schrieb:
>>OK, die Lehre ist rein subjektiv berholt, veraltet, obsolet, nicht
>>mehr empfehlenswert. Sie lsst sich in einer objektorientierten Welt
>>nicht mehr konsequent umsetzen. Objektschnittstellen kommen ohne
>>Prfixe aus. Sollten sie zumindest, wenn es gute Schnittstellen sein
>>sollen. Ein Berg von Objektvariablen lsst sich kaum mehr mit
>>vernnftigen Prfixen versehen. Und ob ich jetzt schreibe "Dim
>>objMyClass As Class1" oder "Dim MyClass As Class1", der
>>Informationsgehalt des "obj" ist null.
>
>
> Keineswegs. Denke daran, wie hufig hier Fehler gemeldet werden, die auf
> ein fehlendes "Set" zurckzufhren sind (und entweder auf Unkenntnis oder
> auf mangelnden berblick ber die Variablen-Deklarationen)...

Aber auch hier kann man durch die Wahl des Variablennamens schon viel
Missverstndnisse aus dem Wegrumen. Ebenso sollten die Alarmglocken
klingen, wenn man auf den Fehler aufmerksam gemacht wird. Auch wenn
diese Fehler meist schon tiefere Kenntnis ber VB und seinen Umgang
mit Objekten und ihren Standardeigenschaften voraussetzen (ein Grund,
warum Klassen bei mir generell keine Standardeigenschaften bekommen).

> "Objektschnittstellen kommen ohne Prfixe aus. Sollten sie zumindest, wenn
> es gute Schnittstellen sein sollen".
>
> Die jeweiligen Programmierer der betroffenen Objektschnittstellen kommen
> ohne Prfixe aus. Fr die Qualitt der Schnittstelle oder des Objektes hat
> die Bezeichnung der Schnittstelle keinerlei Bedeutung.

Sicher doch, fr mich schon (wieder subjektiv), weil ich keine Lust
habe nach jedem Punkt auch immer noch 'l..' oder 'lng..' tippen zu
mssen, um eine Eigenschaft oder Methode des Objekts ansprechen zu knnen.

> "objMyClass" wrde ich auch nicht verwenden, genausowenig wie "Class1".
> "Class1" bestimmt bei mir das Prfix von "MyClass" und mu (u.a. deswegen)
> eindeutiger sein (z.B. "pic" fr "StdPicture", "fnt" fr "StdFont").

Solange man kein StdPicture-Objekt zusammen mit einer PictureBox in
einem Formular verwendet, ist "pic" eindeutig genug, ja. :-) Btw.
einzige Ausnahme bei mir persnlich, wo ich Prfixe verwende, bei der
Bezeichnung von Steuerelementen. Schon allein aus dem Grund, dass es
Paarungen von Label und TextBox geben kann, die unterschieden werden
sollen (z.B. txtUserName und lblUserName).

>>Thema dieser NG ist die Programmiersprache Visual Basic bis
>>einschlielich Version 6.0. Fr diese gibt es allein eine IDE. Andere
>>IDEs wren recht wertfrei, da der Visual Basic Compiler an _die_ IDE
>>gekoppelt ist. Nehmen wir die IDEs von VB4-VB6, verfgen alle ber die
>>ntigen Hilfsmittel, die den Datentyp einer Variablen verraten.
>
>
> Thema des (Teil-)Threads sind Programmierkonventionen, und diese sind nicht
> (unbedingt) auf einen Compiler einzuschrnken.

Teilweise bringen andere Sprachen aber eben doch auch ihre eigenen
Konventionen mit.

> Und ehe ich erst mit den Hilfsmitteln den Datentyp ermittel, ist mir
> persnlich ein kurzes eindeutiges Prfix lieber.

Oder ein eindeutiger Variablenname. :-) + ist ja nur fr den
Fall da, wenn alle Stricke reien.

>>OK, eine /moderne/ IDE (subjektiv) sollte diese Informationen
>>bereitstellen. Zudem sollte der Variablenname schon so gewhlt sein,
>>dass man auf Grund seines Namens auf seinen Datentyp schlieen kann.
>>"Text" wird kaum ein Long sein und "TextLen" wird kaum ein String
>>sein. Wenn doch, dann hat man noch ganz andere Probleme.
>
>
> Wie ist das dann also bei Dir in diesem Falle bei den Variablen "X" und
> "Y"? Byte, Integer, Long, Single oder Double?

Im Kontext von Ereignissen ist es immer Single. Im Zweifel +,
wenn es nicht gleich sofort ersichtlich ist.

> "Size" beim Font-Objekt ist Currency...
> Ist "TextLen" Byte, Integer oder Long?

+ wenn es mich wirklich interessieren muss.

> Im brigen ist ja auch schon "Len" in "TextLen" ein characterisierendes
> Suffix.

Sprechende Variablennamen habe ich schon ins Spiel gebracht, oder? Der
Datentyp muss mich dabei aber nicht zwingend interessieren.

>>Den konsequenten Einsatz von C/Type/ halte ich da fr einen viel
>>besseren Anfang. Da diese Anweisungen auch entsprechend dokumentiert
>>sind. berhaupt ist das Thema "Datentypen" recht ausfhrlich in der
>>MSDN dokumentiert.
>
>
> Was bedeutet "C/Type/"?

CLng, CStr, CBool, C...

>>Noch besser: Dim a$, b$, c%, i%, l&, x!, y!
>
>
> Ist das nicht Olafs Domne, zumindest was die Prfixe betrifft?

Ja doch. Garniert mit einigen, vielen Doppelpunkten und wir haben das
perfekte Beispiel, wie man nicht schreiben sollte, auch wenn das
Ergebnis funktioniert. :-)

Thorsten Drfler
--
vb-hellfire - einfach anders
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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-16-2005, 6:34 Thorsten Albers

Thorsten Doerfler schrieb im Beitrag
...
> Solange man kein StdPicture-Objekt zusammen mit einer PictureBox in
> einem Formular verwendet, ist "pic" eindeutig genug, ja. :-) Btw.
> einzige Ausnahme bei mir persnlich, wo ich Prfixe verwende, bei der
> Bezeichnung von Steuerelementen. Schon allein aus dem Grund, dass es
> Paarungen von Label und TextBox geben kann, die unterschieden werden
> sollen (z.B. txtUserName und lblUserName).

Ah, siehe da!

> >>Noch besser: Dim a$, b$, c%, i%, l&, x!, y!
> > Ist das nicht Olafs Domne, zumindest was die Prfixe betrifft?
> Ja doch. Garniert mit einigen, vielen Doppelpunkten und wir haben das
> perfekte Beispiel, wie man nicht schreiben sollte, auch wenn das
> Ergebnis funktioniert. :-)

Nur so nebenbei: Sollte bei mir ntrlich "Sufixe" heien...

--
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Re: Datentyp Variant: gut oder =?ISO-8859-15?Q?b=F6se=3F?=

06-16-2005, 18:07 Thorsten Doerfler

Thorsten Albers schrieb:
>>>>Noch besser: Dim a$, b$, c%, i%, l&, x!, y!
>>>
>>>Ist das nicht Olafs Domne, zumindest was die Prfixe betrifft?
>>
>>Ja doch. Garniert mit einigen, vielen Doppelpunkten und wir haben das
>>perfekte Beispiel, wie man nicht schreiben sollte, auch wenn das
>>Ergebnis funktioniert. :-)
>
>
> Nur so nebenbei: Sollte bei mir ntrlich "Sufixe" heien...

Jetzt wo Du es sagst, fllt es mir auch auf. :-)

Thorsten Drfler
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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-17-2005, 8:46 Schmidt


"Thorsten Doerfler" schrieb im Newsbeitrag
news:d8s99a.3rc.1@news.bdsw.de...
> Thorsten Albers schrieb:
>>>>>Noch besser: Dim a$, b$, c%, i%, l&, x!, y!
>>>>
>>>>Ist das nicht Olafs Domne, zumindest was die Prfixe betrifft?

>>>Ja doch. Garniert mit einigen, vielen Doppelpunkten und wir
>>>haben das perfekte Beispiel, wie man nicht schreiben sollte,
>>>auch wenn das Ergebnis funktioniert. :-)

>> Nur so nebenbei: Sollte bei mir ntrlich "Sufixe" heien...

> Jetzt wo Du es sagst, fllt es mir auch auf. :-)

Euch fehlt bei dem Thema einfach die bung! ;)

Olaf


 

=?iso-8859-15?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-16-2005, 16:39 Harald M. Genauck

Hallo Thorsten,

> einzige Ausnahme bei mir persnlich, wo ich Prfixe verwende, bei der
> Bezeichnung von Steuerelementen. Schon allein aus dem Grund, dass es
> Paarungen von Label und TextBox geben kann, die unterschieden werden
> sollen (z.B. txtUserName und lblUserName).

Analog zu Text und TextLen msste hier allerdings auch eher zu einem Suffix
gegriffen werden: UserNameTxt, UserNameLbl...
;-)

>> "Size" beim Font-Objekt ist Currency...
>> Ist "TextLen" Byte, Integer oder Long?

> + wenn es mich wirklich interessieren muss.

Upps... eine mir ganz und gar nicht gelufige Tastenkombinantion... In den
Fllen, in denen ich's wirklich brauchte, reicht mir (das "ltere")
Umschalt-F2...

Viele Gre

Harald M. Genauck

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Re: Datentyp Variant: gut oder =?ISO-8859-15?Q?b=F6se=3F?=

06-16-2005, 20:59 Thorsten Doerfler

Harald M. Genauck schrieb:
>>einzige Ausnahme bei mir persnlich, wo ich Prfixe verwende, bei der
>>Bezeichnung von Steuerelementen. Schon allein aus dem Grund, dass es
>>Paarungen von Label und TextBox geben kann, die unterschieden werden
>>sollen (z.B. txtUserName und lblUserName).

> Analog zu Text und TextLen msste hier allerdings auch eher zu einem Suffix
> gegriffen werden: UserNameTxt, UserNameLbl...

Kann man machen, ja.

>>>"Size" beim Font-Objekt ist Currency...
>>>Ist "TextLen" Byte, Integer oder Long?
>
>
>>+ wenn es mich wirklich interessieren muss.
>
>
> Upps... eine mir ganz und gar nicht gelufige Tastenkombinantion... In den
> Fllen, in denen ich's wirklich brauchte, reicht mir (das "ltere")
> Umschalt-F2...

Yep, die verwende ich auch hufiger. Ansonsten liefert +
einfach die Info "[Local] VarName As Type".

Thorsten Drfler
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=?iso-8859-1?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-16-2005, 16:35 Harald M. Genauck

Hallo Thorsten,

> Keineswegs. Denke daran, wie hufig hier Fehler gemeldet werden, die auf
> ein fehlendes "Set" zurckzufhren sind (und entweder auf Unkenntnis oder
> auf mangelnden berblick ber die Variablen-Deklarationen)...

Nun, darauf weist der Kompiler hin - lauffhig wird ein fehlendes Set
niemals.

> "Objektschnittstellen kommen ohne Prfixe aus. Sollten sie zumindest,
> wenn
> es gute Schnittstellen sein sollen".
>
> Die jeweiligen Programmierer der betroffenen Objektschnittstellen kommen
> ohne Prfixe aus. Fr die Qualitt der Schnittstelle oder des Objektes
> hat
> die Bezeichnung der Schnittstelle keinerlei Bedeutung.

Das stimmt natrlich.

> Im brigen "Objekt" z.B. in "Objekt.Eigenschaft" bereits ein Prfix fr
> "Eigenschaft" dar, das in der Regel ausreichen drfte, da eine Kenntnis
> der
> Eigenschaften des verwendeten Objektes unumgnglich ist (dennoch: so
> manches Mal mu man dann doch den Objektkatalog aufrufen). Ein Prfix vor
> "Objekt" dagegen hilft (mir zumindest) schon sehr beim Programmieren,
> insbesondere da damit bereits eine Vorauswahl fr das hinter "." folgende
> getroffen wird.

Throsten meinte allerdings wohl etwas anderes. Etwa: Wenn schon
Prfixierung des Datentyps, dann auch bei Schnittstellen. Also:

Label1.strCaption
Label1.intIndex

Nur, das macht wohl fast niemand, auch nicht der ansonsten konsequenteste
Prfixliebhaber.

Und da entzieht sich auch mir die Schlssigkeit der Argumentation, warum
man bei einem Schnittstellen-Member auf das Verstndnis des Datentyps auf
den ersten Blick verzichten knnen soll, whrend es bei einfachen Variablen
nur mit Hilfe der Prfixierung gewhrleistet sein soll.

> "objMyClass" wrde ich auch nicht verwenden, genausowenig wie "Class1".
> "Class1" bestimmt bei mir das Prfix von "MyClass" und mu (u.a.
> deswegen)
> eindeutiger sein (z.B. "pic" fr "StdPicture", "fnt" fr "StdFont").

Also statt:

Dim MyPicture As StdPicture

besser:

Dim picMyPicture As StdPicture

?

>> OK, eine /moderne/ IDE (subjektiv) sollte diese Informationen
>> bereitstellen. Zudem sollte der Variablenname schon so gewhlt sein,
>> dass man auf Grund seines Namens auf seinen Datentyp schlieen kann.
>> "Text" wird kaum ein Long sein und "TextLen" wird kaum ein String
>> sein. Wenn doch, dann hat man noch ganz andere Probleme.

> Wie ist das dann also bei Dir in diesem Falle bei den Variablen "X" und
> "Y"? Byte, Integer, Long, Single oder Double?
> "Size" beim Font-Objekt ist Currency...
> Ist "TextLen" Byte, Integer oder Long?

Und was ist Text1.MaxLength? Um das zu erfahren, muss man sich die
Deklaration bzw. Definition anschauen. Liefert IntelliSense keinen Hinweis,
ist etwa der Blick in den Objektkatalog fllig. Und fr TextLen eben der
Blick auf die Deklaration - mit Umschalt-F2 sicher kein besonders
umstndlicher Akt.

Ich habe brigens schon das Argument gehrt, dass man sich wegen des
Prfixes nicht nur das Anschauen, sondern auch das Merken sparen knne.
Allerdings ist mir schleierhaft, wie man mit einem solchen
Kurzzeitgedchtniswillen berhaupt etwas komplexeren Code verstehen knnen
will...

> Im brigen ist ja auch schon "Len" in "TextLen" ein characterisierendes
> Suffix.

Stimmt - aber auf einer anderen Ebene: Nmlich ein eher fr das Verstndnis
des Kontexts den Verwendungszweck beschreibendes Suffix, und nicht so
trivial und formal wie ein bloer Datentyp-Vermerk.

Viele Gre

Harald M. Genauck

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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-16-2005, 8:54 Thorsten Albers

Harald M. Genauck schrieb im Beitrag
...
> Nun, darauf weist der Kompiler hin - lauffhig wird ein fehlendes Set
> niemals.

Ich denke, von Anfang an mglichst korrekten Code zu schreiben ist einem
Verfahren vorzuziehen, bei welchem man erst den Code schreibt, dann
kompiliert und auf die Fehlermeldungen hin nach und nach den Code
korrigiert.
Dabei ist m.E. jede 'Krcke', die einen dabei untersttzt, sinnvoll.

> Throsten meinte allerdings wohl etwas anderes. Etwa: Wenn schon
> Prfixierung des Datentyps, dann auch bei Schnittstellen. Also:
> Label1.strCaption
> Label1.intIndex
> Nur, das macht wohl fast niemand, auch nicht der ansonsten konsequenteste

> Prfixliebhaber.

Ich wei schon, was er meinte.
Hier kommt aber hinzu, da man sich mit Vorgaben zufrieden geben mu: Da
alle mit VB gelieferten Schnittstellen keine Prfixe verwenden, wre es ein
zu groer Bruch, bei der Benennung eigener Schnittstellen mit Prfixen zu
arbeiten. Und wie gesagt: Die Prfixe sind hier nicht so notwendig, da das
Objekt, das die Schnittstelle bereitstellt, eine definierte Anzahl von
Schnittstellen bereitstellt, deren genauere Kenntniss sowieso fr die
korrekte Verwendung des Objektes erforderlich ist - und zur Not mu man
hier dann halt wirklich +, den Objektkatalog etc. bemhen. Wichtig
ist es hier also, mglichst schnell zu erkennen, um was fr ein Objekt es
sich handelt (dessen Eigenschaften man ja kennen sollte).

Derartige Kompromisse mu man ja auch z.B. bei der API-Programmierung
eingehen, bei der sich so manche Variablenbenennung jeder Logik entzieht.

> Und da entzieht sich auch mir die Schlssigkeit der Argumentation, warum
> man bei einem Schnittstellen-Member auf das Verstndnis des Datentyps auf

> den ersten Blick verzichten knnen soll, whrend es bei einfachen
Variablen
> nur mit Hilfe der Prfixierung gewhrleistet sein soll.

Weil das Objekt an sich schon einem fest umrissenen Zweck dient, den man
fr seinen korrekten Einsatz genau kennen mu. Alle Schnittstellen des
Objektes sind diesem Zweck untergeordnet, so da z.B. - in der Regel - auch
die Datentypen fest vorgegeben und relativ logisch sind.
Da das Objekt immer gleich bleibt, ndern sich auch z.B. die Datentypen bei
Schnittstellen nicht. Mit einer gewissen Erfahrung kennt der Programmierer
hier also zumindest bei hufig verwendeten Objekten einfach die Datentypen
'aus dem ff'.

Bei eigenen Variablen dagegen gibt es so manches Mal keine zwingende Logik
und keine Kontinuitt; hufig werden Variablen ad hoc fr einen bestimmten
Zweck mit einem bestimmten Datentyp (oder, wie im Ausgangsposting, eben
keinem, d.h. als Variant) deklariert. ndert oder erweitert sich der
Einsatz, ist es wichtig, einen schnellen und einfachen berblick darber zu
haben, ob der gewhlte Datentyp dem neuen oder erweiterten Zweck noch
gerecht wird (sei es mit Prfixen, Suffixen, Infixen oder +).
Dieses ist ganz besonders deswegen wichtig, weil es durchaus vorkommen
kann, da nur in 1 von 1000 Fllen ein Konflikt auftreten kann - das
Problem also mglicherweise nicht whrend der Testphase erkannt wird.

Und wie sieht der Umkehr-Schlu aus: Weil die Objekt-Schnittstellen keine
Prfixe verwenden, mu ich auf ein Verfahren, da mir selbst sinnvoll
erscheint, fr meine eigenen Variablen verzichten?

> nur mit Hilfe der Prfixierung gewhrleistet sein soll.

Von "nur mit Hilfe der Prfigierung (sic!)" hat niemand gesprochen. Die
Prfigierung ist ein mgliches Verfahren.

> > "objMyClass" wrde ich auch nicht verwenden, genausowenig wie "Class1".
> > "Class1" bestimmt bei mir das Prfix von "MyClass" und mu (u.a.
> > deswegen)
> > eindeutiger sein (z.B. "pic" fr "StdPicture", "fnt" fr "StdFont").
> Also statt:
> Dim MyPicture As StdPicture
> besser:
> Dim picMyPicture As StdPicture
> ?

"Picture" in "MyPicture" ist ja schon wieder ein relativ eindeutiges
Suffix, welches das Objekt als ein Objekt vom Typ "Picture" kennzeichnet.
Wenn man also wirklich "MyPicture" verwendet, dann mag einem das ausreichen
(bei mir she das aber anders aus, z.B. "picSource", "picDestination").
Das gegebene Beispiel wre dagegen "MyClass" mit "Class1", was vllig
nichtssagend ist, wenn es eine "Class" fr Bilder ("Class1"), eine "Class"
fr Schriften ("Class2") etc. pp. gibt

> Und was ist Text1.MaxLength? Um das zu erfahren, muss man sich die
> Deklaration bzw. Definition anschauen. Liefert IntelliSense keinen
Hinweis,
> ist etwa der Blick in den Objektkatalog fllig. Und fr TextLen eben der
> Blick auf die Deklaration - mit Umschalt-F2 sicher kein besonders
> umstndlicher Akt.

S.o.

Es ist keineswegs umstndlich, ich persnlich ziehe es aber vor, zumindest
fr selbstangelegte Variablen nicht + oder den Objektkatalog
bemhen zu mssen.

Ich bin ja auch weit davon entfernt, andere zu dem Prfix-Verfahren
bekehren zu wollen. Ich stelle mich nur gegen die Aussage, ein Verfahren
wie dieses sei "berholt". Wenn jemand damit gut arbeiten kann, ist da
nichts "berholt".

> Ich habe brigens schon das Argument gehrt, dass man sich wegen des
> Prfixes nicht nur das Anschauen, sondern auch das Merken sparen knne.
> Allerdings ist mir schleierhaft, wie man mit einem solchen
> Kurzzeitgedchtniswillen berhaupt etwas komplexeren Code verstehen
knnen
> will...

Man sollte nicht auf alles hren, was so im Laufe der Zeit an einen
herangetragen wird...

> > Im brigen ist ja auch schon "Len" in "TextLen" ein characterisierendes
> > Suffix.
> Stimmt - aber auf einer anderen Ebene: Nmlich ein eher fr das
Verstndnis
> des Kontexts den Verwendungszweck beschreibendes Suffix, und nicht so
> trivial und formal wie ein bloer Datentyp-Vermerk.

Nein, die gleiche Ebene, aber nicht so ausfhrlich wie ein Datentyp-Prfix.
"Len" schliet bestimmte Datentypen aus und deutet daraufhin, da nur
bestimmte Datentypen zulssig sind.
Da "Len" auch noch zustzliche Information enthlt, ist eine andere Frage.

--
----------------------------------------------------------------------
THORSTEN ALBERS Universitt Freiburg
albers@
uni-freiburg.de
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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-17-2005, 8:28 Robert Schneider

Hi Harald,

wollte nichts konstruktives beisteuern, sondern nur mal ein Haar spalten,
wenn ich darf:

> Nun, darauf weist der Kompiler hin - lauffhig wird ein fehlendes Set
> niemals.
>

Compiler oder Kompilierer? Kompiler ist, glaube ich, Denglisch, oder?

Gru,
Robert


 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-17-2005, 4:30 Thorsten Albers

Robert Schneider schrieb im Beitrag
...
> Compiler oder Kompilierer? Kompiler ist, glaube ich, Denglisch, oder?

'Denglisch' wre es, wenn es einen entsprechenden deutschen Begriff gbe.
Aber 'Zusammensteller', 'Code-bersetzer' etc. - das taugt alles nicht
dafr, wird der Sache nicht gerecht. Deswegen ist es sinnvoll, den
englischen Begriff in das Deutsche zu bernehmen, zumal andere Formen des
Wortes ('Kompilation', natrlich mit anderer Bedeutung) bereits als
Fremdwrter im Deutschen existieren. Die Verwendung des 'K' statt des 'C'
ist die Regel bei der bernahme von mit diesem Buchstaben beginnenden
Fremdwrtern.

--
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THORSTEN ALBERS Universitt Freiburg
albers@
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=?iso-8859-1?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-17-2005, 16:00 Harald M. Genauck

Hallo Thorsten,

>> Compiler oder Kompilierer? Kompiler ist, glaube ich, Denglisch, oder?

> 'Denglisch' wre es, wenn es einen entsprechenden deutschen Begriff gbe.
> Aber 'Zusammensteller', 'Code-bersetzer' etc. - das taugt alles nicht
> dafr, wird der Sache nicht gerecht. Deswegen ist es sinnvoll, den
> englischen Begriff in das Deutsche zu bernehmen, zumal andere Formen des
> Wortes ('Kompilation', natrlich mit anderer Bedeutung) bereits als
> Fremdwrter im Deutschen existieren. Die Verwendung des 'K' statt des 'C'
> ist die Regel bei der bernahme von mit diesem Buchstaben beginnenden
> Fremdwrtern.

Full ACK.

Viele Gre

Harald M. Genauck

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http://www.aboutvb.de

 

=?iso-8859-1?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-17-2005, 16:00 Harald M. Genauck

Hallo Robert,

> wollte nichts konstruktives beisteuern, sondern nur mal ein Haar spalten,
> wenn ich darf:

>> Nun, darauf weist der Kompiler hin - lauffhig wird ein fehlendes Set
>> niemals.

> Compiler oder Kompilierer? Kompiler ist, glaube ich, Denglisch, oder?

Denglisch wre "compilieren", whrend "kompilieren" sogar im
(Fremdwrter-)Duden steht. Die Schreibweise "Kompiler" kenne ich auch schon
seit einigen Jahrzehnten - damals war Denglisch noch lngst nicht so
"modisch", eher im Gegenteil. Des weiteren sehe ich das so wie Thorsten.

BTW - Google nennt 27.900 Fundstellen zu "Kompiler", 491.000 zu
"kompilieren" und sogar noch 7.090 zu "Kompilat". Bei einem solchen
Verbreitungsgrad denke ich, dass man das durchaus als lngst eingedeutscht
betrachten kann.


Viele Gre

Harald M. Genauck

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=?iso-8859-15?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-16-2005, 16:20 Harald M. Genauck

Hallo Thorsten,

> OK, die Lehre ist rein subjektiv berholt, veraltet, obsolet, nicht
> mehr empfehlenswert. Sie lsst sich in einer objektorientierten Welt
> nicht mehr konsequent umsetzen. Objektschnittstellen kommen ohne
> Prfixe aus. Sollten sie zumindest, wenn es gute Schnittstellen sein
> sollen. Ein Berg von Objektvariablen lsst sich kaum mehr mit
> vernnftigen Prfixen versehen. Und ob ich jetzt schreibe "Dim
> objMyClass As Class1" oder "Dim MyClass As Class1", der
> Informationsgehalt des "obj" ist null.

Full ACK. Weil genau genommen eine Klasse einen eigenen Datentyp darstellt,
der konsequenterweise ins Prfix-Schema aufgenommen werden msste - also:

Dim class1MyClass as Class1

>> 2. "Die IDE" gibt es nicht

> OK, eine /moderne/ IDE (subjektiv) sollte diese Informationen
> bereitstellen. Zudem sollte der Variablenname schon so gewhlt sein,
> dass man auf Grund seines Namens auf seinen Datentyp schlieen kann.
>
> "Text" wird kaum ein Long sein und "TextLen" wird kaum ein String
> sein. Wenn doch, dann hat man noch ganz andere Probleme.

Genau, in diesem Sinne "sprechende" Variablen verhelfen weitaus mehr zum
Verstndnis des Codes.

>> 6. Ich persnlich arbeite seit einigen Jahren mit Prfixen und finde das
>> recht komfortable und bersichtlich. Ich habe auch noch keinerlei
>> Nachteile
>> festgestellt.

> Ich persnlich habe mir Datentypen-Prfixe vor einigen Jahren
> abgewhnt und arbeite seit dem ohne. Ich habe noch keinerlei Nachteile
> festgestellt.

Ganz ohne Prfixe komme ich allerdings nicht aus. Allerdings verwende ich
eine Prfixierung, die den Gltigkeitsbereich einer Variablen klarstellt -
diese Unterscheidung ist m.E. auch "lebens"notwendig.

Beispiel:

Private mXY As irgendwas

Property Get XY() As irgendwas
....
End Property

Technisch funktioniert es:

Property Let XY(XY As irgendwas)
mXY = XY
End Property

Aber ohne Prfix "m" bei der modul-privaten Variablen kracht's:

Private XY As irgendwas

Da meckert bereits der Kompiler. Und tte er das nicht, wre es ein Witz:

Property Let XY(XY As irgendwas)
XY = XY
End Property

???????? ;-)


Viele Gre

Harald M. Genauck

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Re: Datentyp Variant: gut oder =?ISO-8859-15?Q?b=F6se=3F?=

06-16-2005, 20:59 Thorsten Doerfler

Harald M. Genauck schrieb:
>>Ich persnlich habe mir Datentypen-Prfixe vor einigen Jahren
>>abgewhnt und arbeite seit dem ohne. Ich habe noch keinerlei Nachteile
>>festgestellt.
>
>
> Ganz ohne Prfixe komme ich allerdings nicht aus. Allerdings verwende ich
> eine Prfixierung, die den Gltigkeitsbereich einer Variablen klarstellt -
> diese Unterscheidung ist m.E. auch "lebens"notwendig.

Ja, der Gltikeitsbereich wird bei mir auch mit einem Prfix vermerkt.
Ich unterscheide dabei zwischen modulweiten Variablen ('m_'),
modulweiten Variablen die von aussen, also Eigenschaften, gendert
werden knnen ('p_') und lokalen Variablen ('l'). Parameter erhalten
bei mir keinen Prfix. Diese versuche ich, wie auch bei ffentlichen
Schnittstellen, entsprechend eindeutig zu halten.

Thorsten Drfler
--
vb-hellfire - einfach anders
http://www.vb-hellfire.de/

 

=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 13:55 gssg_nospam

> Hallo, ihr da drauen,

Hallo Du da drinnen!

> was haltet ihr eigentlich vom Variant? Ntzlich oder schdlich?

Ein Datentyp, der an der richtigen Stelle eingesetzt ntzlich sein kann, der
an der falschen Stelle eingesetzt Probleme machen kann.


> Manchmal wnschte ich mir, man knnte diesen Datentyp abschalten.

Warum abschalten?
Wenn man ihn nicht braucht, zwingt einen niemand dazu ihn zu verwenden.

> Denn ich
> glaube, dass er eher Probleme schafft, als dass er viele Vorteile bringt.

s.oben: Vorteile an der richtigen Stelle und Nachteile, falls an der
falschen Stelle.

> Kann es sein, dass er vielleicht auch eher fr Programmieranfnger gedacht
> ist

Anfnger sollten den Datentyp Variant eher meiden, da er eben doch ein
gewisses Grundwissen voraussetzt um sinn- und wirkungsvoll eingesetzt werden
zu knnen.

> (vielleicht hat daher VB6 sogar den Ruf einer
> Einsteigerprogrammiersprache?).

Jenen bewussten Ruf hatte Basic bei bestimmten Leuten auch schon, als es in
dieser Sprache noch keinen Variant-Datentyp gab.
Schlampiger und schlechter Programmierstil ist jedoch in jeder
Programmiersprache mglich. Wenn Nutzer einer bestimmten Sprache ber andere
Sprachen eher abfllige Urteile fllen, hat dies meist damit zu tun, dass
sie diese andere Sprache nicht wirklich kennen.

Es soll ja sogar Leute geben, die glauben, richtiges Programmieren wre nur
Maschinensprache, die man mit EDLIN oder bei Unix mit VI in den Rechner
hmmert. Jedem das Seine halt.


> Der Variant ist doch praktisch die Auflsung
> der Typensicherheit, oder?

Und eben genau dafr wurde er erfunden.
Es gibt eben Situation, bei denen im Voraus nicht abzusehen, welchen
Datentyp bestimmte Daten haben werden.

> Dabei lsst sich ja die Verwendung gar nicht
> verhindern, wegen den eventuellen impliziten Typumwandlungen.

Ich sehe nicht so recht, was Variant direkt mit impliziter Typumwandlung,
ich vermute, Du meinst die automatische Typumwandlung von VB zu tun hat.

> Da kann
> vielleicht schon was schiefgehen, wenn das Bewusstsein ber diese imp.
> Umwandlungen nicht vorhanden ist.

Von jemandem der beruflich und kommerziell programmiert, sollte man
erwarten, dass er sein Handwerk vernnftig gelernt hat und weiss, was
Datentypen sind und wann und wo welche Datentypen einzusetzen sind.
Wenn ein Hobbyprogrammierer glaubt, er knne auch ohne solches Grundwissen
programmieren, ist das eher sein privates Problem. Irgendwann wird er schon
merken, dass es ohne solides Grundlagenwissen wohl doch nicht wirklich
mglich ist, stabil laufende Programme zu schreiben.
Er hat dann halt seine Zeit vertan, mit einem Programm, das nicht so luft,
wie er sich das ursprnglich gedacht hat. Kein wirkliches Drama.

> Und ich habe hier Kollegen die
> programmieren, und die eine Integer-Addition direkt einem String zuweisen
> (strTemp = 1 + 1). Sind halt keine ausgebildeten Programmierer, sondern
> haben sich VB6 einfach so angeeignet.

Wenn der Chef dieser Kollegen meint, dass es auch ohne vernnftige
Ausbildung geht, wird er schon wissen was er tut und ist dann hoffentlich
auch bereit, evtl. Mehrkosten, die dadurch sicher irgendwann mal entstehen
werden, zu tragen.


> Ist auch okay, aber ich wollte denen
> jetzt doch mal zeigen, dass man so nicht programmieren sollte. Und da wre
> es praktisch, wenn man Variants abschalten knnte. Naja, das halt mal nur
> als Hintergrund.

Nun, abschalten kann man den Datentyp Variant nicht, aber wie schon gesagt,
man muss ihn ja nicht verwenden, wenn es auch anders geht.

>
> Was denkt ihr den ber den Variant? Gebt doch mal ein paar Kommentare von
> euch.

s.oben: Wie jeder andere Datentyp auch, sollte er immer da eingesetzt
werden, wo er sinnvoll und notwendig ist. Ist der Einsatz eines konkreten
Datentyps mglich, wrde ich den immer vorziehen.

Gru aus St.Georgen
Peter Gtz
www.gssg.de (mit VB-Tips u. Beispielprogrammen)

 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 15:14 Robert Schneider

Hi Peter,

> Wenn der Chef dieser Kollegen meint, dass es auch ohne vernnftige
> Ausbildung geht, wird er schon wissen was er tut und ist dann hoffentlich
> auch bereit, evtl. Mehrkosten, die dadurch sicher irgendwann mal entstehen
> werden, zu tragen.
>

Ja, so ist das wohl im richtigen Leben. Entweder teure, gut ausgebildete
Entwickler, oder eben andere, die sich vielleicht wieder mit anderen Dingen
besser auskennen. Die eierlegende Wollmilchsau wnscht sich bestimmt jeder
Arbeitgeber (mglichst noch kostenlos).
Aber: Die Zukunft wird uns auch noch das bescheren... dauert aber vielleicht
noch ein wenig. Wir mssen noch viel programmieren, bis wir uns selbst
berflssig gemacht haben.

Gru,
Robert


 

Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 16:57 Ralf Schrader

> Ja, so ist das wohl im richtigen Leben. Entweder teure, gut ausgebildete
> Entwickler, oder eben andere, die sich vielleicht wieder mit anderen
> Dingen besser auskennen. Die eierlegende Wollmilchsau wnscht sich
> bestimmt jeder Arbeitgeber (mglichst noch kostenlos).

Der Ansatz ist gar nicht so schlecht. Tatschlich ist Programmieren an sich
keine sonderlich herausfordernde Ttigkeit. Du musst eine Syntax kennen, die
gegenber natrlichen Sprachen sehr einfach ist (2- 3 Tage Lernkurve), Du
musst Bibliotheken kennen, die gegenber denen des normalen Lebens ussert
beschrnkt sind. Es ist viel leichter, das .NET- Framework zu beherrschen
als mit einem Klner Taxifahrer einen gemeinsamen Wortschatz zu finden (wenn
man nicht gerade aus dieser Gegend stammt).

Mit dem Programmieren wird es wie mit dem 'Schreiben' werden. Das war mal
exklusive, nun kann es jeder, aber richtig gut nur Schriftsteller. In einer
nicht fernen Zukunft wird jeder Anwender sich seine Trivialsoftware selber
schreiben, so wie er heute einen 0815- Brief schreibt. In der Zukunft werden
solche Dinge wie OOP, UML usw. berhaupt keine Rolle spielen, weil die als
Reflektion das auf reales Leben schon im Kindergarten gelernt wird (ist nur
Logik, kein Fach- Sachwissen!).

Das Abbilden eines realen Sachverhaltes auf eine Software hngt
ausschliesslich vom Sachwissen ab. Programieren ohne Kontext ist wie
Schreiben ohne literarischen Anspruch, absolut trivial.

> Wir mssen noch viel programmieren, bis wir uns selbst berflssig gemacht
> haben.

Programmierer werden sicher nie berflssig, sie werden sich nur (heute,
morgen) entscheiden mssen, ob sie sich mit Icons auf einem CommandButtom
oder mit einnem Problem beschftigen mchten. Im letzteren Fall nicht, im
ersteren Fall immer berflssig.

Ralf



 

=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 17:24 gssg_nospam

Hallo Ralf,

> Der Ansatz ist gar nicht so schlecht. Tatschlich ist Programmieren an
sich
> keine sonderlich herausfordernde Ttigkeit. Du musst eine Syntax kennen,
die
> gegenber natrlichen Sprachen sehr einfach ist (2- 3 Tage Lernkurve), Du
> musst Bibliotheken kennen, die gegenber denen des normalen Lebens ussert
> beschrnkt sind.

Hmm, das ist die sichtweise von jemandem, der sich "Programmieren mal so
nebenbei angeeignet hat".

Nur was Du da beschreibst, ist nicht "Programmieren", sondern "Codieren".


> Es ist viel leichter, das .NET- Framework zu beherrschen
> als mit einem Klner Taxifahrer einen gemeinsamen Wortschatz zu finden
(wenn
> man nicht gerade aus dieser Gegend stammt).

Da wrde ich eher behaupten wollen, dass der Wortschatz des Klner
Taxifahrers geringer ist als der des gesamten .net-Frameworks.

> Mit dem Programmieren wird es wie mit dem 'Schreiben' werden. Das war mal
> exklusive, nun kann es jeder,

Na ja, wie das jener "jeder" kann, erleben wir hier eigentlich tglich.

> aber richtig gut nur Schriftsteller. In einer
> nicht fernen Zukunft wird jeder Anwender sich seine Trivialsoftware selber
> schreiben,

Trivialsoftware = Minitoolchen und "schreiben"?
Mit VB oder VBA irgendwas zusammenklicken hat nicht sehr viel mit
"schreiben" zu tun.


> so wie er heute einen 0815- Brief schreibt. In der Zukunft werden
> solche Dinge wie OOP, UML usw. berhaupt keine Rolle spielen,

Gerade erleben wir, dass gerade diesen Dingen immer mehr Gewicht zukommt.

> weil die als
> Reflektion das auf reales Leben schon im Kindergarten gelernt wird (ist
nur
> Logik, kein Fach- Sachwissen!).

Fachwissen ist vielleicht ein ganz gutes Stichwort.
Beim Programmieren braucht man in der Regel zwei davon. Das eine ist das
Fachwissen, wie man eine Aufgabe in von einem Rechner ausfhrbaren Code
umsetzt und das andere ist das, welches erforderlich ist, um die zu lsende
Aufgabe berhaupt zu verstehen. Jemand der nicht weiss, wie ein
Verbrennungsmotor funktioniert, wird vermutlich auch kein Programm schreiben
knnen, mit dem man den optimalen Zndzeitpunkt fr einen solchen Motor
bestimmt.

> Das Abbilden eines realen Sachverhaltes auf eine Software hngt
> ausschliesslich vom Sachwissen ab. Programieren ohne Kontext ist wie
> Schreiben ohne literarischen Anspruch, absolut trivial.
>
> > Wir mssen noch viel programmieren, bis wir uns selbst berflssig
gemacht
> > haben.
>
> Programmierer werden sicher nie berflssig, sie werden sich nur (heute,
> morgen) entscheiden mssen, ob sie sich mit Icons auf einem CommandButtom
> oder mit einnem Problem beschftigen mchten. Im letzteren Fall nicht, im
> ersteren Fall immer berflssig.

s.oben:
es gibt einen Unterschied zwischen "Programmieren" und "Codieren".
Ach ja und dann wre da noch das "Zusammenklicken", was viele Leute offenbar
auch fr Programmieren halten.

Gru aus St.Georgen
Peter Gtz
www.gssg.de (mit VB-Tips u. Beispielprogrammen)

 

=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 17:45 Harald M. Genauck

Hallo Peter,

>> Es ist viel leichter, das .NET- Framework zu beherrschen
>> als mit einem Klner Taxifahrer einen gemeinsamen Wortschatz zu finden
> (wenn
>> man nicht gerade aus dieser Gegend stammt).

> Da wrde ich eher behaupten wollen, dass der Wortschatz des Klner
> Taxifahrers geringer ist als der des gesamten .net-Frameworks.

Du vergisst die vielen Akademiker hinterm Taxensteuer...
;-)

(Upps: Steuer = engl. "tax" ???)

> Fachwissen ist vielleicht ein ganz gutes Stichwort.
> Beim Programmieren braucht man in der Regel zwei davon. Das eine ist das
> Fachwissen, wie man eine Aufgabe in von einem Rechner ausfhrbaren Code
> umsetzt und das andere ist das, welches erforderlich ist, um die zu
> lsende
> Aufgabe berhaupt zu verstehen. Jemand der nicht weiss, wie ein
> Verbrennungsmotor funktioniert, wird vermutlich auch kein Programm
> schreiben
> knnen, mit dem man den optimalen Zndzeitpunkt fr einen solchen Motor
> bestimmt.

Offensichtlich muss das wohl doch gehen. Denn wenn ich mir Stellenanzeigen
fr Programmierer ansehe, fehlt in 99% aller dieser Anzeigen jegliche
derartige fachliche Anforderung.


Viele Gre

Harald M. Genauck

ABOUT Visual Basic - das Webmagazin
http://www.aboutvb.de

 

=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 18:43 gssg_nospam

Hallo Harald,

> > Da wrde ich eher behaupten wollen, dass der Wortschatz des Klner
> > Taxifahrers geringer ist als der des gesamten .net-Frameworks.
>
> Du vergisst die vielen Akademiker hinterm Taxensteuer...
> ;-)

N, die habe ich nicht vergessen.
Besonders nicht die mit den PISA-Schden. ;-)

>
> (Upps: Steuer = engl. "tax" ???)
>
> > Fachwissen ist vielleicht ein ganz gutes Stichwort.
> > Beim Programmieren braucht man in der Regel zwei davon. Das eine ist das
> > Fachwissen, wie man eine Aufgabe in von einem Rechner ausfhrbaren Code
> > umsetzt und das andere ist das, welches erforderlich ist, um die zu
> > lsende
> > Aufgabe berhaupt zu verstehen. Jemand der nicht weiss, wie ein
> > Verbrennungsmotor funktioniert, wird vermutlich auch kein Programm
> > schreiben
> > knnen, mit dem man den optimalen Zndzeitpunkt fr einen solchen Motor
> > bestimmt.
>
> Offensichtlich muss das wohl doch gehen. Denn wenn ich mir Stellenanzeigen
> fr Programmierer ansehe, fehlt in 99% aller dieser Anzeigen jegliche
> derartige fachliche Anforderung.

Hast Du Dich schon mal darber informiert, welche Anforderungen an die Leute
gestellt werden, die solche Anzeigen aufgeben?

Gru aus St.Georgen
Peter Gtz
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=?Windows-1252?Q?Re:_Datentyp_Variant:_gut_oder_b=F6se=3F?=

06-15-2005, 18:57 Harald M. Genauck

Hallo Peter,

>> Offensichtlich muss das wohl doch gehen. Denn wenn ich mir
>> Stellenanzeigen
>> fr Programmierer ansehe, fehlt in 99% aller dieser Anzeigen jegliche
>> derartige fachliche Anforderung.

> Hast Du Dich schon mal darber informiert, welche Anforderungen an die
> Leute
> gestellt werden, die solche Anzeigen aufgeben?

Stimmt... wenn ich mir Personalchef-Anzeigen ansehe, fehlt dort eben diese
Anforderung meistens auch...

Viele Gre

Harald M. Genauck

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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 22:49 Gerrit Kuhlendahl

Moin Peter!

"Peter Gtz" schrieb im Newsbeitrag
news:eBpSPkccFHA.1504@TK2MSFTNGP15.phx.gbl...
> Hallo Harald,
>
> > > Da wrde ich eher behaupten wollen, dass der Wortschatz des Klner
> > > Taxifahrers geringer ist als der des gesamten .net-Frameworks.
> >
> > Du vergisst die vielen Akademiker hinterm Taxensteuer...
> > ;-)
>
> N, die habe ich nicht vergessen.
> Besonders nicht die mit den PISA-Schden. ;-)

Die drfen noch nicht! Die mssen nmlich ber 21 sein. Was da also
in Blde auf uns zukommt, wenn man mit nem dunen Kopp nach Hause
gefahren wird, kann man sich vorstellen... :-)

Viele Taxameter

Gerrit


--
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KUH-SOFT - Die Software von glcklichen Programmierern

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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 22:48 Gerrit Kuhlendahl

Moin Harald!

"Harald M. Genauck" schrieb im Newsbeitrag
news:uO#$XIccFHA.2664@TK2MSFTNGP15.phx.gbl...
> Hallo Peter,
>
> >> Es ist viel leichter, das .NET- Framework zu beherrschen
> >> als mit einem Klner Taxifahrer einen gemeinsamen Wortschatz zu finden
> > (wenn
> >> man nicht gerade aus dieser Gegend stammt).
>
> > Da wrde ich eher behaupten wollen, dass der Wortschatz des Klner
> > Taxifahrers geringer ist als der des gesamten .net-Frameworks.
>
> Du vergisst die vielen Akademiker hinterm Taxensteuer...
> ;-)

Ein sehr lesenswertes Buch eines Hamburger (Ex)-Kutschers
("Sind Sie frei" von Kalla Wefel) beginnt mit den sehr wahren
Worten: "Wir waren alle mal Studenten..."


[schnibbel]

> Offensichtlich muss das wohl doch gehen. Denn wenn ich mir Stellenanzeigen
> fr Programmierer ansehe, fehlt in 99% aller dieser Anzeigen jegliche
> derartige fachliche Anforderung.

Das wird meist dadurch kompensiert, da dem Programmierer ein dem
Codieren halbweges kundiger Ingeneur, der aber des Motorenbaus mchtig
ist, zur Seite gestellt wird.

In den Branchen, wo das nicht so ist, kommen manchmal abenteuerliche
Elaborate zu stande (ich sprech da mal aus Erfahrung).

Viele Gre

Gerrit


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Re: Datentyp Variant: gut oder bse?

06-15-2005, 22:43 Gerrit Kuhlendahl

Moin Ralf!

"Ralf Schrader" schrieb im Newsbeitrag
news:#nFeGqbcFHA.2984@TK2MSFTNGP15.phx.gbl...
> > Ja, so ist das wohl im richtigen Leben. Entweder teure, gut ausgebildete
> > Entwickler, oder eben andere, die sich vielleicht wieder mit anderen
> > Dingen besser auskennen. Die eierlegende Wollmilchsau wnscht sich
> > bestimmt jeder Arbeitgeber (mglichst noch kostenlos).
>
> Der Ansatz ist gar nicht so schlecht. Tatschlich ist Programmieren an
sich
> keine sonderlich hera